Diskussion anregen zu Landesgartenschau in Weida

Weida.  Die Weidaer Grünen-Stadträtin Cornelia Unteutsch bringt eine Bewerbung der Stadt um die Ausrichtung der Landesgartenschau 2028 ins Spiel.

Die Osterburg Weida im August (Archivfoto)

Die Osterburg Weida im August (Archivfoto)

Foto: Peter Michaelis

Will sich Weida um die Thüringer Landesgartenschau 2028 bewerben? Diese Frage wirft Grünen-Stadträtin Cornelia Unteutsch auf. Zwar werde sie wohl ihren Antrag auf einen Grundsatzbeschluss des Stadtrates in der Sitzung am 26. November von der Tagesordnung zurückziehen, um darüber noch einmal intensiver mit Fraktionen und Verwaltung diskutieren zu können. Trotzdem hofft sie, durch die Initiative auch eine Diskussion darüber in der Öffentlichkeit anstoßen zu können.

„Wir hatten das Thema in unserer Partei schon einmal im frühen Sommer auf dem Tisch, durch Corona allerdings wieder etwas aus den Augen verloren“, sagt sie. Nun ist es zwar schon recht spät im Jahr und mit dem 31. Dezember 2020 nähert sich die erste Frist des zweistufigen Bewerbungsverfahrens dem Ende. Bis dahin müsste eine erste grundsätzliche Willensbekundung eigentlich vorliegen. Insofern wäre die Sitzung am Donnerstag bereits eine der letzte Gelegenheiten, per Stadtratsbeschluss den Hut in den Ring zu werfen. Jedoch liebäugelt Cornelia Unteutsch mit einer Fristverlängerung des Landes, schließlich stünden in Thüringen viele Kommunen vor den Unwägbarkeiten der Corona-Krise und womöglich hat sich das in der Bewerberzahl niedergeschlagen. Sie wolle dazu zeitnah im zuständigen Landwirtschaftsministerium nachhaken.

Und wenn nicht, dann könnte man sich zumindest langfristig auf eine Bewerbung vorbereiten, sich unter Umständen auch weitere Kommunen in der Region als Partner suchen, sagt die Stadträtin. So oder so sei es wichtig, die ohnehin stark für ihre Stadt engagierte Bevölkerung mitzunehmen und einzubinden. Von der Ausrichtung einer Landesgartenschau erhofft sie sich positive umweltpolitische und ökologische Effekte für die Stadt, ebenso wie die Aufarbeitung städtebaulicher und struktureller Defizite. Derlei positive Effekte seien in bisherigen Ausrichterstädten zu beobachten gewesen, schriebt sie.