Mit dem neuen Stadtfüherer Gera entdecken

Gera.  Nach 2008 hat Gera wieder einen Stadtführer im Format für jede Tasche.

Ulla Spörl und Frank Rüdiger präsentieren ihren neuen Stadtführer im Stadtmuseum.

Ulla Spörl und Frank Rüdiger präsentieren ihren neuen Stadtführer im Stadtmuseum.

Foto: Peter Michaelis

Wo befindet sich das größte zusammenhängende Waldgebiet Thüringens? In welcher Stadt begannen Schauspieler wie Rolf Hoppe ihre Karriere? Wo steht das Geburtshaus des international bekannten Malers und Grafikers Otto Dix?

Wer Antworten auf diese Fragen sucht, bekommt sie in der Publikation „Stadtführer Gera“. Sie ist im Verlag Edition Spörlstein in einer Auflage von 1000 Stück erschienen. Die Texte stammen von Ulla Spörl, die Fotos von Frank Rüdiger. „In den letzten Jahren wurden wir von Buchhändlern und der Gera-Information immer wieder angesprochen, einen neuen Stadtführer herauszugeben. Der letzte war von 2008“, sagt der Bildautor. Da durch Corona Lesungen und Ausstellungen gestrichen wurden, nahmen sich die Schriftstellerin und der Fotograf dem Projekt an. Ein überarbeiteter und aktueller Begleiter im Taschenformat ist entstanden. Alle Bilder sind neu. Eine kleine Einleitung macht die Touristen mit der Geschichte von Gera bekannt. Die Zeittafel fasst alle wichtigen Ereignisse von 995 bis 2018 zusammen.

Wer möchte, kann sich dann gleich auf Stadtrundgang begeben. „Vier Stunden dauert dieser, besucht man jede Sehenswürdigkeiten“, so Ulla Spörl. Sie ist die Tour abgelaufen. Die großformatigen Fotos – ob Gesamtansicht eines Objektes oder liebevolle Details – machen Lust, an jeder empfohlenen Station halt zu machen. Wie in jedem Stadtführer findet sich auch hier ein Kapitel zum Einkaufen. Es beschränkt sich auf zwei Seiten, weil im Zentrum oft Geschäfte öffnen und wieder schließen. Die angegebene Webadresse ist deshalb sehr nützlich, auch bei Öffnungszeiten von Bars, Hotels und Galerien. Ausführlicher dagegen sind die Abschnitte über Parks und Anlagen sowie Villen in Gera. Drei Ausflugstipps sollen das Interesse der Besucher noch auf die wunderbare Umgebung lenken. Von Schloss Osterstein geht es zur Kalten Eiche. Von Untermhaus nach Heinrichsgrün, in den Dahliengarten und zum Tierpark ist der zweite Tipp. Der Weg zum Ferberturm, zur Schillereiche und Lutherlinde bietet gleichfalls Erlebnisse.

Der Stadtplan mit Klatte gibt eine gute Übersicht der markanten Punkte.

Ulla Spörl, Frank Rüdiger: Stadtführer Gera, Edition Spörlstein 2020, 96 Seiten, 94 Abbildungen. Die Veröffentlichung ist in allen Buchhandlungen und im Pressehaus Gera erhältlich.