Meine Meinung

Enthusiasten jenseits der Hochburgen

Die Bürgermeister sind entmachtet – zumindest symbolisch für die närrische Saison in Weida, Seelingstädt und Wünschendorf.

Christiane Kneisel, Redaktion Gera

Christiane Kneisel, Redaktion Gera

Foto: Peter Michaelis

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Die Bürgermeister sind entmachtet – zumindest symbolisch für die närrische Saison in Weida, Seelingstädt und Wünschendorf. Die drei Orte halten die närrische Zeit in Ehren und die Tradition hoch. In Gera, Bad Köstritz und anderswo dagegen huscht den meisten am 11. 11. nur ein müdes Lächeln übers Gesicht. Faschingsbegeisterung sieht anders aus. Wobei ich mich hier durchaus einreihe: Die alljährliche fränkische Prunksitzung im TV bleibt für mich das höchste der Faschingsgefühle. Auf Kostüm und Trallala verzichte ich freiwillig. Umso mehr staune ich über alle Enthusiasten jenseits der karnevalistischen Hochburgen, die sich mit Leib und Seele der fünften Jahreszeit verschreiben, abendfüllende Programme austüfteln, Büttenreden schreiben, Tänze einstudieren, um an den tollen Tagen zu unterhalten. Vielleicht aber ist es genau diese Gemeinschaft, das Miteinander von Jung und Alt, von Groß und Klein, was diese Menschen antreibt, hier ihre Kraft zu investieren. Schließlich ist nach der Saison vor der Saison. Dass die Mühe lohnt, dafür sprechen die ausverkauften Säle wie in der Wünschendorfer „Elsterperle“. Oder auch das eine oder andere närrische Saalabenteuer, das noch Wochen danach für gemeindlichen Gesprächsstoff sorgt. In diesem Sinne „Trude hau nein“, „Veitsberg Newahr“ und „WCV helau“!

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