Entscheidung zu Gefängnisbau: Erleichterung in Großenstein und Aga

Erleichterung hat sich in Teilen der Einwohner von Großenstein und Gera-Aga breit gemacht, jetzt wo offiziell entschieden ist, dass das neue Gefängnis von Thüringen und Sachsen im Zwickauer Ortsteil Pöhlau gebaut wird.

Plakativer Protest. Die Plakate sind in Großenstein längst abgebaut, der Wunsch vieler Einwohner hat sich erfüllt.  Foto: Archiv/Katja Schmidtke

Plakativer Protest. Die Plakate sind in Großenstein längst abgebaut, der Wunsch vieler Einwohner hat sich erfüllt. Foto: Archiv/Katja Schmidtke

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Großenstein/Gera-Aga. "Viele im Ort haben aufgeatmet", sagte gestern auf Nachfrage Dorit Steffens, die in Großenstein zu den Kritikern des Gefängnisbaus gehörte. Die Entscheidung habe man schon vor Weihnachten mit Erleichterung zur Kenntnis genommen. Lange habe man zuvor darauf gewartet, ursprünglich wollten sich die Freistaaten schon im Sommer über die Justizvollzugsanstalt (JVA) einigen. Gegen die Pläne hatte sich im Mai in der Gemeinde Protest formiert: In Großenstein und den Ortsteilen Baldenhain, Mückern und Nauendorf unterschrieben 300 Menschen einen Einwohnerantrag und forderten den Gemeinderat auf, einen zuvor positiv gefassten Beschluss zum JVA-Bau zurückzunehmen. Dem entsprach der Gemeinderat im August. Mit knapper Mehrheit wurden die Pläne abgelehnt.

Zu dieser Zeit war Aga, der zweite avisierte Ostthüringer Gefängnisstandort, bereits aus dem Rennen. "Wir haben das Thema weiter verfolgt und uns mit den Großensteinern in Verbindung gesetzt", sagte gestern Claudia Große von der Agaer Bürgerinitiative. "Wir sind erleichtert, dass wir schwarz auf weiß haben, dass der Kelch an uns vorübergegangen ist." Man sei weiterhin der Meinung, alles richtig gemacht zu haben. Entgangene Vorteile wie die Schaffung neuer Arbeitsplätze und den Zugewinn an Einwohnern, sehe man nicht.

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