Experimentelle Musik im Theater Gera

Gera.  Häselburg und Stadtverwaltung laden zum letzten Konzert der Reihe Abstract Music mit Stücken von Alvin Lucier ein. Tonträger über die Konzerte ist in Planung.

Reinhold Friedel interpretiert die Werke von Alvin Lucier im Theater Gera.

Reinhold Friedel interpretiert die Werke von Alvin Lucier im Theater Gera.

Foto: David Heerde

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Auf das vorerst letzte Konzert der Reihe Abstract Music von Open Music Gera macht das Zentrum für Kunst, Kultur und Kreativität Häselburg sowie die Stadtverwaltung Gera in einer Pressemitteilung aufmerksam. Gespielt werden Kompositionen des Klangkünstlers Alvin Lucier am Sonntag, 19. Januar, im Theater Gera. Seine Werke werden generell der experimentellen Musik zugeschrieben und sind nicht leicht zugänglich. Das solle aber die Besucher nicht abschrecken. Im Gegenteil: Die Stücke würden bei der Veranstaltung erklärt, heißt es in der Mitteilung.

Einer der renommiertesten Vertreter der experimentellen Musik

Alvin Lucier, 1931 geboren, ist ein US-amerikanischer Komponist und Klangkünstler, der 40 Jahre lang an der Weslean University Experimentelle Komposition unterrichtete. Er gehört zu den renommiertesten und profiliertesten Vertretern der experimentellen Musik unserer Zeit und wird im deutschsprachigen Raum sehr wenig wahrgenommen, teilt die Häselburg mit. Neben Aktivitäten in den USA gibt Alvin Lucier Konzerte, Lesungen und Performances in aller Welt. Seinen Kompositionen liegen oft einfach zu beschreibende und klare Konzepte zugrunde. „Gleichzeitig entfalten die Ergebnisse seiner Versuchsanordnungen häufig im Verlauf der Verwirklichung einen intensiven ästhetischen Reiz. Ein besonderes Interesse hat Lucier an Schwebungen, die durch Interferenzen zwischen Schall-Wellen entstehen, im Englischen Beatings genannt.“

Vorgetragen werden die Werke von Alvin Lucier von Reinhold Friedl. Er wurde 1965 geboren, ist Mathematiker, Komponist und Pianist und habe sich sehr früh auf das Spielen des Inside-Pianos spezialisiert, heißt es in der Mitteilung. Er sei ein international gefragter Improvisator, Interpret, Kurator und Leiter des renommierten Zeitkratzer-Ensembles. Er hat auf weit über Einhundert CDs mitgewirkt und arbeitet wissenschaftlich und journalistisch zu elektronischer Kunstmusik.

Zusammenarbeit auf CD dokumentiert

Mit auf der Bühne steht Matthias von Hintzenstern am Violoncello. Er ist langjähriges Mitglied des Symphonieorchesters Gera und des Ensembles für Intuitive Musik Weimar. An der Viola und Violine unterstützt Burkhard Schlothauer, Initiator von Open Music Gera, Komponist und Musikwissenschaftler sowie Peer Salden an der Altklarinette. Technischer Unterstützer ist Nils Lauterbach.

Vorgetragen werden die Kompositionen Fidelio Trio, Music for Piano with Magnetic Strings, Violynn sowie In Memoriam Jon Higgins. Burkhard Schlothauer moderiert das Konzert und erläutert die Werke.

Indes sei zu betonen, heißt es in der Mitteilung, dass der Musikfonds fünf Konzerte in Gera mit 20.000 Euro unterstützt hat. Das habe den Veranstaltern ermöglicht, außergewöhnliche Spezialisten für experimentelle Musik in Gera zusammen mit Musikern aus der Region auf die Bühne zu bringen. In den nächsten Monaten solle es mindestens eine CD geben, die diese Zusammenarbeit dokumentiert, heißt es. Darauf enthalten seien die Aufnahmen der Musik von James Tenney, gespielt in Gera.

Reinhold Friedl (Zeitkratzer), Hintzen­stern, Salden und Schlothauer spielen Werke von Alvin Lucier: Sonntag, 19. Januar, 11 Uhr, Bühne am Park – Theater Gera. Vorverkauf über die Theaterkasse oder im Netz unter www.theater-altenburg-gera.de

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Zu den Kommentaren
Im Moment können keine Kommentare gesichtet werden. Da wir für Leserkommentare in unserem Internetauftritt juristisch verantwortlich sind und eine Moderation nur während unserer Dienstzeiten gewährleisten können, ist die Kommentarfunktion wochentags von 22:00 bis 08:00 Uhr und am Wochenende von 20:00 bis 10:00 Uhr ausgeschaltet.