Fast 175.000 Besucher: Zweitbestes Jahr in der Geraer Tierpark-Geschichte

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Vierhornschafe gehören zu den vielen Neuzugängen des Tierparks im zurückliegenden Jahr.

Vierhornschafe gehören zu den vielen Neuzugängen des Tierparks im zurückliegenden Jahr.

Foto: Peter Michaelis

Gera.  Trampeltier, Bartkauz, Protestschwein und Co.: Was sich 2022 im Geraer Tierpark tierisch und baulich getan hat:

Der Tierpark im Geraer Martinsgrund hat sich auch im vergangenen Jahr als Besuchermagnet erwiesen: Bis zum Jahresende 2022 zählte der Tierpark knapp 175.000 Besucher und kam damit auf das zweithöchste Besucheraufkommen in seiner Geschichte, wie die Stadt Gera als Betreiberin des Tierparks in einer Mitteilung informiert. Übertroffen wurde dieser Wert nur im Jahr 2021, als mehr als 190.500 Besucher gezählt wurden.

Etliche tierische Neuzugänge im Jahr 2022 begrüßt

„Das vergangene Jahr hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig unser Tierpark für die Menschen in und auch außerhalb von Gera ist. Viele von ihnen kommen bereits seit vielen Jahren oder gar Jahrzehnten regelmäßig zu uns in den Martinsgrund, um sich zu entspannen, um die Natur und die Nähe zu den Tieren zu genießen“, so Tierparkleiter Florian Weise. Der Tierpark sei nicht nur ein wichtiger Teil der städtischen DNA, sondern auch für viele Menschen ein fester Bestandteil ihres Privatlebens. „Für diese Treue sind wir sehr dankbar“, sagt Weise. Sie zeige, dass man mit Bemühungen, den Tierpark nachhaltig weiterzuentwickeln, den richtigen Weg eingeschlagen hat“.

Eine wichtige Aufgabe sind regelmäßige Auffrischungen des Tierbestands. So konnte der Tierpark im Jahr 2022 gleich etliche Neuzugänge vermelden. Dazu gehören unter anderem Kamele wie Trampeltier und Alpaka, neue Hirsche bei Damwild und Rentier, Raubvögel wie Bartkauz und Schneeeule, verschiedene Haustiere wie Husumer Protestschwein, Vierhornschafe und Ayam-Cemani-Hühner, aber auch neue Kängurus und ein Korsakfuchs, die in den letzten zwölf Monaten in den Martinsgrund gezogen sind und nun dauerhaft dort leben.

Über 40.000 Fahrgäste mit der Parkeisenbahn

Auch baulich hat sich im Tierpark einiges getan. So wurde zum Beispiel die Großrinderanlage umgebaut und mit einer neuen Schleuse zwischen den einzelnen Gehegen versehen. Zudem wird die Entwässerung des Tierparks ans öffentliche Kanalnetz angeschlossen. Im Sommer fand weiterhin ein unterstützender Arbeitseinsatz der Bundeswehr statt, bei dem unter anderem Modernisierungsarbeiten im Löwenhaus sowie eine Pflanzaktion durchgeführt wurden. Letztere hatte zum Ziel, sturmgeschädigte Flächen im Tierpark langfristig wieder neu zu bewalden.

Zu den fortlaufenden Aufgaben des Tierparks gehören zudem Instandsetzungsarbeiten an der Infrastruktur, um Wege, Gehege oder auch Geländer und Sitzgelegenheiten weiterhin in gutem Zustand zu halten. 2023 sollen diese Bemühungen nun fortgesetzt, weitere Gehege modernisiert und die Infrastruktur intakt gehalten werden.

Weiterhin steht die Fertigstellung der neuen, überdachten Waggonhalle am Bahnhof Wolfsgehege auf dem Programm. Zu der Baumaßnahme, die bereits im letzten Jahr begonnen hat, gehört auch eine Gleisbettverlängerung bis hin zum neuen Standort, damit dieser direkt angefahren werden kann. „Die Parkeisenbahn gehört seit mehr als 47 Jahren zum Tierpark und ist für uns und die Besucher genauso wichtig, wie unsere Tiere. Mehr als 40.500 Fahrgäste genossen laut Stadtverwaltung im vergangenen Jahr eine nostalgische Fahrt durch den Martinsgrund“, so Tierparkleiter Florian Weise weiter. Es sei daher auch eine Herzensangelegenheit, die Parkeisenbahn als besonderes Angebot für die nächsten Generationen zu erhalten.

Der Tierpark Gera hat täglich geöffnet, im Januar noch von 9 bis 16 Uhr (Kassenschluss ist 15.15 Uhr), ab Februar dann von 9 bis 17 Uhr (Kassenschluss ist 16.15 Uhr)