Gera: Auch die Sarrazin-Gegner zahlten

Nach der Lesung der Thilo-Sarrazin-Gegner im Geraer Stadtmuseum argwöhnten Sarrazin-Anhänger, die Veranstalter hätten für die Nutzung der städtischen Einrichtung nichts bezahlen müssen. Unsere Zeitung ist dieser Vermutung nachgegangen und hat herausgefunden, dass sie nicht zutrifft.

Das Alternativprogramm zur Sarrazinlesung vermag es nicht ein großes Publikum anzulocken: rund 50 Menschen hören im Stadtmuseum den Thesen von Peter Nowak zu.

Das Alternativprogramm zur Sarrazinlesung vermag es nicht ein großes Publikum anzulocken: rund 50 Menschen hören im Stadtmuseum den Thesen von Peter Nowak zu.

Foto: zgt

Gera. Mussten die Gegner der Sarrazin-Lesung vergangene Woche für ihre Veranstaltung im Geraer Stadtmuseum zahlen, oder nicht? Das wollten Leser unserer Zeitung wissen. Schließlich wäre das nur fair, gegenüber der Veranstaltung im Kultur- und Kongresszentrum mit Thilo Sarrazin, so einer der Leser.

Parteien und Bündnisse hatten den Berliner Journalisten Peter Nowak eingeladen, der über das Phänomen Thilo Sarrazin sprach. Zu der Gegenlesung kamen etwa 50 Besucher.

Für die Veranstaltung mussten die Organisatoren 60 Euro bezahlen, sagte Frank Rühling, Fachdienstleiter Kultur in der Stadtverwaltung Gera. Hinzu kamen Ausgaben, die die Veranstalter für den Sicherheitsdienst zahlen mussten.

Die Höhe der Kosten sind kein Zufall, sondern basieren auf einer Gebührenordnung, so Rühling weiter.

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