Gera durch eine Stadtrallye erkundet

Gera  Mädchen und Jungen der Partnerschule aus Rostow am Don haben das Osterlandgymnasium besucht

Ob russische oder deutsche Schüler – alle waren mit Interesse dabei. Foto: Elke Kolodzy

Ob russische oder deutsche Schüler – alle waren mit Interesse dabei. Foto: Elke Kolodzy

Foto: zgt

Zum zweiten Mal besuchten 14 Schüler und ihre zwei Lehrerinnen der 53. Schule aus Geras Partnerstadt Rostow am Don das Osterlandgymnasium Gera.

Die Begegnung stand unter dem Motto „Regionale Sitten und Bräuche“. Das gesamte Programm zielte darauf, das Thüringer Land und seine Menschen und die Sehenswürdigkeiten kennenzulernen.

So besuchten die russischen Schüler auch den Unterricht ihrer Gastgeber, lernten ein Herbstlied in einer eigens für sie vorbereiteten Deutschstunde, bauten die Sprachhemmungen bei einer sehr lustigen Sprachanimationsstunde ab, erfuhren einen netten Empfang im Rathaus. Die Gäste erlebten den Blick auf die Stadt vom Rathausturm und lernten Gera durch eine mobile Stadtrallye unter Verwendung der Smartphones kennen. Auch eine Fahrt in die Landeshauptstadt stand auf dem Plan.

Dabei erfuhren die Organisatoren des Schüleraustausches ­finanzielle Unterstützung durch das Wahlkreisbüro „Die Linke“. Andreas Schubert, Mitarbeiter des Wahlreisbüros, begleitete die Gruppe und überzeugte schon bei der Anreise durch Sprachkompetenz. Erfurt präsentierte sich bei allerbestem Wetter. Einen herzlichen Empfang bereitete Reinhard ­Duddeck von der Deutsch ­Russischen Freundschaftsgesellschaft in Thüringen e.V. am Domplatz. An diesem Tag bewegten sich die fünf Schülergruppen, bewaffnet mit Stadtplan und Aufträgen selbstständig auf Entdeckungstour durch Erfurt. Für den Nachmittag stand der Besuch des Erfurter Landtages auf dem Plan. Die Mädchen und Jungen erhielten Informationen über die Geschichte der Gebäude, über die Funktion von Abgeordneten, die Zusammensetzung und die Arbeitsweise des Landtages. ­Besonders interessant erwiesen sich das Gespräch mit dere Vizepräsidentin Margit Jung und die halbstündige Teilnahme an der Landtagsdebatte von der Besuchertribüne aus. Auch eine Exkursion in die Saalfelder Feengrotten fand statt. Alle Schüler waren bester Stimmung. So war es also kein Wunder, dass nach dem Besuch des Feenwäldchens dieser Ort um 27 Feen reicher war. Zurückgekehrt nach Gera ging es zum Bowling ins UCI.

Die russischen Mädchen und Jungen ließen es sich nicht nehmen, an einer Präsentation mitzuarbeiten. Die Schüler beschrieben ihre Eindrücke und gestalteten mit Texten und Fotos eine große Pinnwand. Während des Aufenthaltes bestand zudem die Möglichkeit, eine regionale Firma zu besuchen. Das neu eingerichtete Werk der Firma „Petters“ gestattet den jungen Gästen einen Einblick in die Produktion orthopädischer Schuhe. Der Abschiedsabend wurde mit den Kulturbeiträgen beider Schülergruppen begangen. Auch einen Tag in den Familien gab es.

Bei den tollen Begegnungen war es kein Wunder, dass der Abschied der Schüler schwer gefallen war. Ein Jahr wird nun bis zum nächsten Wiedersehen vergehen. Dann wird das Projekt in Rostow am Don fortgeführt.

Ein Dank geht an die Russischlehrerinnen, an den Schulleiter und an das Kollegium des Osterlandgymnasiums, das so viel Verständnis in dieser Woche zeigte, sowie an die Sponsoren und Elternhäuser für die große Unterstützung.

Die Autorin ist Lehrerin für ­Russisch und Hauptorganisatorin des Schüleraustauschs am ­Osterlandgymnasium.