Drei Fragen an

Gera: Passive Beteiligung am Warntag

Gera.  Stefan Orlamünder vom Medienteam im Geraer Amt für Brand und Katastrophenschutz über den Warntag.

Stefan Orlamünder von der Geraer Feuerwehr beantwortet drei Fragen zum Thema Warntag.

Stefan Orlamünder von der Geraer Feuerwehr beantwortet drei Fragen zum Thema Warntag.

Foto: Feuerwehr Gera

Am Donnerstag findet ein bundesweiter Warntag statt, an dem um 11 Uhr Sirenen ertönen werden, die die Bevölkerung dafür sensibilisieren sollen, was im Notfall zu tun ist. Auch über den Rundfunk, digitale Werbetafeln und die Warn-App Nina (Notfall-Informations- und Nachrichten-App) des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) werden Warnsignale gegeben. Stefan Orlamünder vom Medienteam im Geraer Amt für Brand und Katastrophenschutz erklärt, was das für Gera bedeutet.

Welche Sirenen sind am Warntag in Gera zu hören?

Keine. In Gera gibt es 20 Sirenen, die ausschließlich zur Alarmierung der Einsatzkräfte genutzt werden. Am Warntag selbst werden Sirenen zur Warnung der Bevölkerung ertönen und eben solche sind in der Stadt Gera nicht verfügbar. Deswegen beteiligen wir uns nur passiv, bewerben es zum Beispiel in den sozialen Netzwerken. Hier würde im akuten Notfall, wie bei einem Brand, der auf die Stadt übergeht, beispielsweise die Polizei mit Durchsagen durch die Straßen fahren.

Wie sollte ich mich beim Ertönen von Sirenen verhalten?

In Gera werden zwei Warntöne in einer Gefahrensituation genutzt: Der einminütige Dauerton mit zwei Unterbrechungen, der die Feuerwehr alarmiert. Außerdem gibt es noch den 15-sekündigen Probealarm am ersten Samstag im Monat um 12 Uhr. In beiden Fällen brauchen die Bürgerinnen und Bürger nichts weiter zu tun. Wir empfehlen, sich aber generell nach einem Signal über den Vorfall und die aktuelle Lage über den Rundfunk, das Internet und die lokalen Medien zu informieren.

Wie funktioniert die App Nina?

Um die Warnbenachrichtigung am Donnerstag zu bekommen, muss die App aktiv heruntergeladen worden sein. Das geht kostenlos. In Notfalllagen, wie bei Unwetter oder Gefahrstoffaustritt, gibt es Push-Benachrichtigungen auf dem Smartphone. Diese kommen aus den lokalen Leitstellen. Auch wir senden Informationen aus Gera an das Modulare Warnsystem des Bundes (MoWaS), das die App befüllt. Man kann sich dann in den Einstellungen Orte aussuchen, für die man gewarnt werden möchte und erhält alle notwendigen Infos.