Gera richtet Krisenstab und Hotline zu Coronavirus ein

Gera.  Am Sonntag startete die Stadt einen Krisenstab, ab Montag die Telefon-Hotline. Die Straßenbahnen ändern ihre Taktung.

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Der Krisenstab soll sich laut Mitteilung der Stadt zunächst die Folgen der Schließungen für das Gesundheitswesen, Pflege-, Betreuungs- und Sozialeinrichtungen sowie für Partner und Hilfsorganisationen befassen. „Ein schneller und effektiver Umgang mit den neusten Herausforderungen kann durch den Krisenstab und den damit verbundenen engen Austausch mit Polizei, Bundeswehr und weiteren Partnern gewährleistet werden“, erklärte Oberbürgermeister Julian Vonarb (parteilos).

Telefon-Hotline ab Montag

Die Stadt Gera habe am Freitag, also noch vor dem Erlass des Landes, alle Veranstaltungen ab 50 Personen inklusive des Personals untersagt. Die Abstimmungen für die Organisation von Notfallbetreuung für Kinder und Jugendliche, aber auch alternative Unterkünfte, Unternehmensberatungen und Vorkehrungen für das Gesundheitssystem seien am Samstag verstärkt worden.

Informationen zu allen aktuellen Entwicklungen stellt die Stadt bereit auf www.gera.de/coronavirus und auf der Facebookseite des Amtes für Brand- und Katastrophenschutz. Ein Bürgertelefon steht ab Montag 13 Uhr unter der Nummer 0365 - 838 3526 dann von Montag bis Freitag im Zeitraum von 8 Uhr bis 18.30 Uhr bereit.

Neue Taktung der Straßenbahn

Aufgrund der geschlossenen Schulen und Kindergärten verkehren die Straßenbahnlinie 3 ab dem Dienstag von 6 bis 18 Uhr im 7,5 Minuten-Takt. Die Verstärkung morgens und am Nachmittag im Schülerverkehr entfällt.

Am Sonnabendabend wurde bekannt, dass Reichenbach, ein Dorf an der Grenze zum Kreis Gera, nach einer Corona-Erkrankung unter Quarantäne gestellt wurde.

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