Gera: Von Tradition, Integration und ganz vielen Toren

Gera.  Die Freizeitkicker des Justiz-SV Gera verpassen beim eigenen Hallenturnier den Hattrick erst im Endspiel gegen Neustadt.

Der Syrer Othman Maarouf, der zweite Vereinsvorsitzende Oliver Zink, das mit 72 Jahren älteste noch aktive Mitglied Günther Oehler und der erst 19-jährige Oliver Kirschke aus der Turnierleitung (v.l.) engagieren sich beim 1. Justiz-SV Gera.

Der Syrer Othman Maarouf, der zweite Vereinsvorsitzende Oliver Zink, das mit 72 Jahren älteste noch aktive Mitglied Günther Oehler und der erst 19-jährige Oliver Kirschke aus der Turnierleitung (v.l.) engagieren sich beim 1. Justiz-SV Gera.

Foto: Jens Lohse

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Viel los war beim 22. Justiz-Cup vor Kurzem in der Geraer Panndorfhalle. Der gastgebende 1. Justiz-SV Gera hatte zu seinem traditionellen Hallenfußballturnier in die Halle eingeladen. Seit der Vereinsgründung im Jahr 1998 wird die Veranstaltung regelmäßig ausgetragen. „Wir haben viele befreundete Vereine eingeladen. Mit der SG Cottbus-Sielow verbindet uns seit fast zehn Jahren eine Sportfreundschaft. Der FC Biernot Sangerhausen sorgt immer für gute Stimmung. Auch Eintracht Berlin-Mahlsdorf gehört zu den Stammgästen hier“, erzählte Oliver Zink, der den kurzfristig verhinderten Vereinsvorsitzenden Olaf Schmidt vertrat.

Einmal in der Woche wird beim 1. Justiz-SV trainiert, im Sommer beim TSV Gera-Westvororte in Scheubengrobsdorf, im Winter in einer Halle in Bieblach-Ost. 35 Mitglieder zählt der Verein, zu dem viele Vertreter aus dem Justizwesen, aber auch andere Berufsgruppen gehören. So gehört beispielsweise der Syrer Othman Maarouf zum Aufgebot. Der 37-Jährige kickt schon einige Jahre im Team, arbeitet in drei Schichten bei Electronicon. „Es macht uns viel Spaß, gemeinsam zu kicken. Leider ist er in Deutschland nur geduldet“, sagt Günther Oehler.

Der 72-Jährige ist der Oldie unter den Fußballern des Justiz-SV. „Seit der Gründung des Vereins bin ich dabei. Jetzt bin ich das älteste Mitglied, spiele aber noch in der zweiten Mannschaft. Der Kampfgeist ist immer noch da“, erzählt Günther Oehler, der in der Vorrunde gegen Neustadt fast ein Tor erzielt hätte. „Überhaupt haben wir im Verein eine gesunde Mischung aus Jung und Alt. Wir spielen nicht nur Fußball, sondern auch Tischtennis. Alljährlich organisieren wir mit den Ehefrauen ein großes Vereins-Tischtennisturnier mit etwa 40 Teilnehmern. Das ist ebenfalls zur Gewohnheit geworden“, so Oliver Zink. Die Turnierleitung hatte mit Oliver Kirschke ein 19-Jähriger übernommen. Das jüngste Mitglied war wegen einer Verletzung außer Gefecht gesetzt.

Nach zwei Turniersiegen 2017 und 2018 für den gastgebenden Justiz-SV verhinderte diesmal der FSV Neustadt/Orla den Hattrick der Gastgeber, der den Wanderpokal endgültig in Geraer Besitz gebracht hätte. Im Finale unterlagen die Hausherren den Orlastädter mit 0:1. Insgesamt fielen 58 Treffer. Im kleinen Finale gaben die Mahlsdorfer aus Berlin der SG Cottbus-Sielow das Nachsehen. Der fünftplatzierte SV Elstertal Bad Köstritz stellte mit Ray Gahse den besten Turniertorschützen. Sieben Treffer steuerte er bei. Hinter den Bierstädtern ordneten sich Biernot Sangerhausen, der SV Langenberg und die zweite Mannschaft des Gastgebers ein.

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