Geraer Koch empfängt seine Gäste wieder in „Küche im Keller“

Gera.  Der Geraer Marco Brauch macht mit seiner Gaststätte in der Lutherstraße genau da weiter, wo er im Juni 2019 aufhörte.

Koch Marco Brauch; ein Stern ist sein Traum und auch die einschlägigen Gourmetführer will er wieder von sich überzeugen.

Koch Marco Brauch; ein Stern ist sein Traum und auch die einschlägigen Gourmetführer will er wieder von sich überzeugen.

Foto: Peter Michaelis

Er ist wieder in seinem Revier, war eigentlich auch nie wirklich weg. „Es wird am Ende so sein, als ob ich ein halbes Jahr Auszeit genommen hätte“, sagt der Geraer Koch Marco Brauch. Seit Dienstag bekocht er seine Gäste wieder in der „Küche im Keller“ an der Ecke Liebknecht- und Lutherstraße.

Relativ unscheinbar von außen, gemütlich, familiär und liebevoll eingerichtet im Innern kann der 42-jährige gelernte Koch tatsächlich nahtlos dort weiter machen, wo er im Juni 2019 für sein Intermezzo in der Alten Brauerei 1880 aufgehört hat.

Beide, seine „Küche im Keller“ und die Gastronomie am Stadtgraben waren zuvor Teilnehmer der Fernsehsendung „Mein Lokal, dein Lokal“, die Marco Brauch gewinnen konnte. Dass das gemeinsame kulinarische Abenteuer schon im Dezember 2019 wieder vorbei war, ist für ihn abgehakt.

Dass er in seiner erstmals im August 2015 eröffneten Gaststätte ohne große Reibungsverluste weitermachen konnte, war auch dem Umstand geschuldet, dass sein Pachtvertrag noch bis Jahresende 2019 lief. So fand er seine Einrichtung noch so vor, wie er sie verlassen hatte. Unverändert bleibt, trotz in der Regel alle zwei Monate wechselnder Karte, auch das Grundkonzept seiner „Küche im Keller“: Moderne und Tradition in einen Kochtopf zu werfen, sie „mit saisonalen und vor allem frischen Zutaten“ gut zu verrühren und so „Klassiker neu interpretiert“ anzurichten. Übrigens weiterhin ausschließlich abends, bis auf die Ruhetage sonntags und montags

Noch etwas hat sich verändert für den gebürtigen Geraer, der nach 20 Jahren im Allgäu 2014 nach Gera zurückkehrte: Kurz nach Weihnachten trat Emma in das Leben von ihm und seiner Lebensgefährtin Carolin. „Mit dem Nachwuchs wird das sicher nochmal eine andere Herausforderung“, sagt er: „Aber meine Lebensgefährtin unterstützt mich nach Kräften, dafür bin ich sehr dankbar.“ Die Küche schmeißt er auch künftig allein, zwei Servicekräfte unterstützen ihn bei den bis zu 30 Gästen, die in der „Küche im Keller“ Platz finden. Zur Wiedereröffnung waren es auch gleich so viele.

Gehobene Küche auch nach der Trennung im „1880“ in Gera