Geraer Krisenstab verabschiedet Soldaten

Gera.  Bundeswehrangehörige waren zwischen dem 31. März und 26. Juni in Gera im Einsatz.

Die Amtsleiter Thilo Schütz (1.v.r.) und Monika Jorzik (2.v.r.) verabschieden an der Feuerwache 1 die während der Corona-Krise in Gera eingesetzten Bundeswehrsoldaten

Die Amtsleiter Thilo Schütz (1.v.r.) und Monika Jorzik (2.v.r.) verabschieden an der Feuerwache 1 die während der Corona-Krise in Gera eingesetzten Bundeswehrsoldaten

Foto: Göran Kugel

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Die Stadt Gera hat die in der Corona-Krise in Gera eingesetzten zehn Bundeswehrsoldaten verabschiedet.

Thilo Schütz, Leiter des Amtes für Brand- und Katastrophenschutz, und Monika Jorzik, Leiterin des Amtes für Gesundheit und Versorgung, verabschiedeten die Sanitätssoldaten. Mit der Bildung eines mobilen Teams am 31. März seien seitdem das Gesundheitsamt in Gera sowie der Krisenstab unterstützt worden. Der Hilfeleistungsantrag der Stadt an das Kreisverbindungskommando wurde zwei Mal verlängert. Zuletzt bis zum 26. Juni.

Mit einer Gesamteinsatzdauer von 13 Wochen und insgesamt 1285 durchgeführten Abstrichen sei die Unterstützung von einer Soldatin und sechs Soldaten der Sanitätsstaffel Frankenberg vor Ort beispielhaft gewesen, heißt es in der Mitteilung. Das mobile Team wurde seit dem 18. Mai außerdem von einer Einheit zur Kontaktnachverfolgung ergänzt. Hier kamen vier Soldatinnen und zwei Soldaten des Panzerpionierbataillons 701 aus Gera-Hain zum Einsatz. „Eine solche Hilfe ist nicht selbstverständlich“, unterstreicht Thilo Schütz die Leistung in der Krise. Die Soldaten testeten Menschen, die selbst nicht die Möglichkeit hatten, zur Teststrecke zu kommen. Sie unterstützten den Arbeiter-Samariter-Bund, fuhren zu den Patienten nach Hause und entnahmen dort Proben zum Nachweis des Virus SARS-Cov2.

Personen in Pflegeeinrichtungen und Menschen in häuslicher Quarantäne hätten mit dieser erweiterten Testmöglichkeit unter Einhaltung der strengen Hygienevorschriften getestet werden können. Die Stadt Gera bedanke sich ausdrücklich für die professionelle Zusammenarbeit.

Wie teuer der Einsatz für Gera wird, ist offen

Auf die Nachfrage unserer Redaktion, wer den Einsatz bezahlt, wird Oberstleutnant Michael Weckbach, Sprecher des Bundeswehr-Landeskommandos Thüringen, zitiert. Laut ihm würden grundsätzlich alle Hilfeleistungsanträge „von Kommunen selbst bezahlt“. Es gebe Ausnahmen: Zum Beispiel könne ein Ausbildungsinteresse der Bundeswehr bestehen, wenn Soldaten besondere Fähigkeiten bei ihrem Einsatz erlernen. Da die Pandemie noch andauere und noch nicht abzusehen sei, ob es zu weiteren Einsätzen in Gera komme, „wird eine abschließende Kostenbetrachtung nicht zeitnah erfolgen sondern verzögere sich“, erklärt eine Sprecherin der Stadt.

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