Geraer Tierpflegerin über Löwen-Trio: „Wir haben kleine Biber statt Löwen“

Sylvia Eigenrauch
| Lesedauer: 2 Minuten
Zootierpflegerin Lisa Müller aus Gera bei der Ankunft der Tiere vor einer Woche. Inzwischen reagieren die Drei wenn sie ihre Namen ruft.

Zootierpflegerin Lisa Müller aus Gera bei der Ankunft der Tiere vor einer Woche. Inzwischen reagieren die Drei wenn sie ihre Namen ruft.

Foto: Peter Michaelis

Gera.  Zootierpflegerin Lisa Müller aus Gera schwärmt von den freundlichen Tieren, die seit wenigen Tagen im Tierpark leben. Am Mittwoch beziehen sie ihren Waldspielplatz.

Lisa Müller ist hin und weg. „Wenn wir die Löwen mit dem Fütterungsstock beim Namen rufen, funktioniert das fabelhaft“. Im Raubtierhaus wird trainiert, dass sich die Tiere an die Pfleger gewöhnen, um sie für den Fall eines Arztbesuches auch mal separieren zu können, sagt die 30-Jährige. „Es sind sehr sehr freundliche Löwen“, das sagt auch meine Kollegin Petra Geppert, die am Wochenende Dienst hatte.

Seit einer Woche gehören Sari und Mali und ihr Bruder Mufassa zu den Bewohnern des Geraer Tierparks. Nach Einschätzung Müllers haben sich die Geschwister sehr gut eingelebt. „Wir haben kleine Biber statt Löwen“, sagt sie lachend. „Sie zeigen was sie können. In der Nacht sind die Liegebretter immer fällig“. Ausgewechselt werden musste noch keines.

„Der Lieblingsplatz im Freien ist die rechte Wärmeplatte, sie ist auch die höchste. Von dort haben sie guten Überblick“, erzählt die Zootierpflegerin, die aus Gera stammt und für ihre Ausbildung nach Thale, in den Tierpark Hexentanzplatz ging. Wenn sie dort oben liegen, suchen Besucher oft das dritte Tier. „Sie schlafen ineinander verschlungen“, erklärt dann die Tierpflegerin. Regelmäßig hört sie verwundertes Nachfragen nach dem Motto: Die Tiere sind doch nicht weiß. Dann klärt sie auf. Weiße Löwen zählen zur sehr seltenen Variation des afrikanischen Löwen. Ihr helles Fell sei genetisch bedingt und kein Albinismus.

Vor allem Besucher mit Hunden hätten es den Drei angetan. „Dann tauen sie auf und laufen gern unten durchs Gehege“, sagt Lisa Müller und kündigt an: „Am Mittwoch lassen wir sie erstmals auf die große Anlage“.

Vorlieben beim Futter haben die etwa 80 Kilogramm schweren Tiere nicht. „Sie fressen alles wahnsinnig gern“. Am Montag gab es Rindfleisch. Am Dienstag stehen Kaninchen im Futterplan. Auch Hühner und Meerschweinchen hätten sie schon verdrückt.

Übrigens, um die Schwestern Sari und Mali zu unterscheiden, gibt Lisa Müller drei Hinweise. Sari ist kleiner, ein Nuance heller und hat am linken Vorderbein eine Narbe. Da fehlt Fell.

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