Häusliche Gewalt in Deutschland

Gera.  Den Internationalen Tag „Nein zu Gewalt an Frauen!“, begeht das Geraer Netzwerk gegen häusliche Gewalt mit einer Podiumsdiskussion sowie Buchvorstellung.

Symbolfoto zum Thema häusliche Gewalt.

Symbolfoto zum Thema häusliche Gewalt.

Foto: Maurizio Gambarini / dpa

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Den 25. November, Internationaler Tag „Nein zu Gewalt an Frauen!“, begeht das Geraer Netzwerk gegen häusliche Gewalt mit einer Podiumsdiskussion sowie Buchvorstellung. Die Veranstaltung beginnt 17 Uhr und findet in der Gedenkstätte Amthordurchgang statt.

Die Podiumsdiskussion dreht sich um das Thema „Gewalt gegen Frauen“. In Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung und der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt erfolgt außerdem eine Buchvorstellung von Simone Schmollack zum Titel „Und er wird es wieder tun“.

Die Statistik des Bundeskriminalamtes ist alarmierend: 2018 wurden 455 Menschen Opfer von versuchtem Mord und Totschlag, betroffen davon 364 Frauen. Das heißt, dass eine Frau pro Tag Opfer wird. Tatsächlich starben 141 Frauen und 32 Männer durch ihren (Ex-)Partner. Insgesamt gab es demnach im vergangenen Jahr knapp 140.000 Fälle partnerschaftlicher Gewalt. Bundesfamilienministerin Giffey nannte die Zahlen „schockierend“.

„Nur im engen Zusammenwirken aller Akteure können wir häusliche Gewalt und diskriminierende Geschlechterstereotype bekämpfen und die Gesetzgebung zum Schutz von Frauen, Männern, Kindern und Jugendlichen mit Leben erfüllen“, erklärt die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt. Simone Schmollack, geboren im Jahr 1964, ist Journalistin und Sachbuchautorin. Gewalt hat viele Gesichter und kommt in allen sozialen Gruppen vor. Das Problem gehe durch alle gesellschaftlichen Schichten und alle ethnischen Hintergründe. Mit dem Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ gibt es unter der kostenlosen Telefonnummer 08000/116 016 Unterstützung und Hilfe bei allen Formen von Gewalt gegen Frauen. Neben den betroffenen Frauen können sich auch Angehörige, Freunde und Menschen aus dem sozialen Umfeld sowie Fachkräfte an das Hilfetelefon wenden. Das Hilfetelefon ist rund um die Uhr erreichbar, die Beratung sowohl kostenlos als auch vertraulich und wird in 18 Sprachen angeboten.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Zu den Kommentaren