HSV-Ronneburg glänzt defensiv und bezwingt seinen Angstgegner

Ronneburg  Ronneburgs Thüringenliga-Handballer glänzen beim 21:17 gegen Goldbach-Hochheim vor allem in der Defensive. Neuzugang Dujcak bleibt noch ohne eigenen Treffer. Auch ein Rückkehrer bleibt ohne Tor.

Ronneburgs Kreisläufer Silvio Stölzner (Mitte) behält die Übersicht und trifft per Heber gegen Goldbachs Keeper Janick Pillokat zum 20:16.

Ronneburgs Kreisläufer Silvio Stölzner (Mitte) behält die Übersicht und trifft per Heber gegen Goldbachs Keeper Janick Pillokat zum 20:16.

Foto: Jens Lohse

Nach dem knappen Derbysieg in Ziegelheim hat Handball-Thüringenligist HSV Ronneburg nun auch zu Hause nachgelegt. Im Hexenkessel Zeitzer Straße gewannen die Hausherren gegen Angstgegner Goldbach-Hochheim mit 21:17.

„Das war ein hartes Stück Arbeit. Allerdings haben wir es spannender gemacht, als es sein musste. In der Abwehr standen wir sehr gut. Nur sieben Gegentore bis zur Halbzeit – das ist schon eine starke Leistung. Daraus resultierten viele Tempogegenstöße. Auch in der hitzigen Phase haben die Spieler die Köpfe oben behalten“, freute sich Christopher Stölzner, der den zur Kur weilenden Christian Hoppe vertrat.

Nachwuchs-Nationalspieler für den HSV

In der Aufstellung wartete der HSV mit zwei Überraschungen auf. In der Woche hatte man zur Verbreiterung des Kaders den slowakischen ehemaligen Junioren-Nationalspieler Filip Dujcak verpflichtet. Der 24-Jährige, der zuletzt in St. Ingbert im Saarland und beim HC Sulzbach-Rosenberg in der Oberpfalz spielte, ist gelernter Kreisläufer, aber sehr vielseitig einsetzbar. Der zweite Neuzugang war ein alter Bekannter. Rechtsaußen Sebastian Eisenstein kehrte nach mehrjähriger Spielpause zumindest vorübergehend in den Ronneburger Kader zurück.

Gegen die mit 5:3 Punkten gut in die Saison gestarteten Goldbacher brauchten die Hausherren einige Zeit, um in der Offensive Fuß zu fassen. So gelangen in den ersten zehn Minuten lediglich zwei Treffer und man lief einem 2:3-Rückstand hinterher. Doch die Gastgeber agierten immer konzentrierter. Mit fünf Toren in Folge von Andre Stölzner, Rico Stein und einem Hattrick von Mirko Alexy enteilte der HSV auf 7:3 und lag vier Minuten vor der Pause gar mit 10:4 in Führung.

Günther wehrt über 50 Prozent der Würfe ab

„Die mannschaftliche Geschlossenheit heute war beeindruckend. Viele der Spieler haben angesichts von Blessuren auf die Zähne gebissen und sich durchgekämpft. Richtig stark war Kevin Günther zwischen den Pfosten, der mehr als 50 Prozent aller gegnerischen Bälle meisterte – eine Top-Quote“, lobte Christopher Stölzner hinterher.

Goldbach gab sich nicht kampflos geschlagen. Anton Katic war mit seinen insgesamt elf Toren von der Ronneburger Abwehr kaum zu stellen. Durch ihn waren die Gäste beim 10:8 (33.) wieder auf Tuchfühlung. Es blieb spannend. Beim Stand von 14:12 (45.) wäre den Gästen fast der Anschluss gelungen, doch meisterte Kevin Günther den Strafwurf des später nach einer Rangelei mit Mirko Alexy mit Rot heruntergestellten Marko Oluic. Damit war der HSV wieder aus Kurs. Rico Stein machte es von der Siebenmeterlinie besser. Mirko Alexy traf vom eigenen Kreis ins verwaiste Goldbacher Tor, während Michael Halbauer einen Konter mit dem 17:12 (50.) abschloss.

„Steigerungspotenzial haben wir noch genug“

Der Hexenkessel wurde wieder einmal seinem Namen gerecht. Für das Tor des Tages sorgte dann Mirko Alexy, der bei einer Vier-gegen-Sechs-Unterzahl von Silvio Stölzner in den Kreis geschickt wurde und seinen Kempa-Trick technisch versiert mit einem Dreher erfolgreich zum 19:13 abschloss (56.). In der Schlussphase kamen auch noch Silvio Stölzner per Heber und Youngster Max Pöhnitzsch zu ihren Treffern.

„Jetzt haben wir drei Wochen Zeit zum Ausruhen und Auskurieren. Mit einem ausgeglichenen Punktekonto können wie beruhigter in die weiteren Partien gehen. Steigerungspotenzial haben wir noch genug“, so Christopher Stölzner.

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