In Gera in sieben Tagen zum Wohnmobil-Kapitän aufsteigen

Gera  Durch die Kooperation mit einem Hersteller von Reisemobilen kann die Geraer Fischer Academy nun in einem solchen Fahrzeug ausbilden.

Am neuen Fahrschul-Wohnmobil, von links: Fahrschüler Waldemar Baun, Unternehmer Mike Fischer, Fahrschüler Philipp Kaiser Fahrlehrerin Miglena Pesch und Fahrschulmanagerin Nancy Bradtke. Foto: Marcel Hilbert

Am neuen Fahrschul-Wohnmobil, von links: Fahrschüler Waldemar Baun, Unternehmer Mike Fischer, Fahrschüler Philipp Kaiser Fahrlehrerin Miglena Pesch und Fahrschulmanagerin Nancy Bradtke. Foto: Marcel Hilbert

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Für Außergewöhnliches ist der Geraer Unternehmer Mike Fischer ja immer wieder gut. Gestern schien er sich aber noch einmal besonders zu freuen über den Neuzugang in seiner Fischer Academy. Die Geraer Fahrschule bildet seit gestern auch im eigenen, firmentypisch knallroten, Wohnmobil aus.

Im Sommer 2015 bei der Messe „Caravan Salon“ in Düsseldorf wurde die Kooperation zwischen der Fischer Academy und dem Reisemobil-Hersteller Niesmann und Bischoff begründet, nun wurde sie in die Praxis umgesetzt. Oder besser: in Theorie und Praxis. Das Unternehmen aus Rheinland-Pfalz stellt der Fahrschule ein komplett ausgestattetes Wohnmobil, Modell „Flair“, laut Fischer im Wert von rund 250 000 Euro, zur Verfügung, damit diese darin Fahrschüler ausbilden kann.

Wer bis 1999 seinen Pkw-Führerschein Klasse 3 gemacht hat, erklärt Fischer, darf die Gefährte bis 7,5 Tonnen fahren. Seit 1999 ist dafür zusätzlich zur Führerscheinklasse B für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen die Klasse C 1 nötig. Und für dieses „C 1-Update“, mit dem dann zum Beispiel auch Lkws bis 7,5 Tonnen geführt werden dürfen, kann die Fahrausbildung nun eben auch im Wohnmobil stattfinden.

„Das wird wohl in erster Linie Wohnmobilkunden betreffen“, sagt Mike Fischer. Für die Fahrschulzwecke wurde das Vehikel dann auch entsprechend umgerüstet, zum Beispiel mit Pedalen auf der Beifahrerseite.

Verbunden mit dem Ansatz der Fischer Academy als „Intensivfahrschule“ mit Fahrschulinternat sei eine Ausbildung zum Wohnmobil-Kapitän in nur sieben Tagen möglich. Über die Frage, ob die Fahrschüler dann auch gleich im Reisemobil übernachten, muss Mike Fischer schmunzeln: „Sie bringen mich ja sogar noch auf Ideen.“ Ernst wird es dann kommenden Mittwoch mit den Prüfungen für Philipp Kaiser aus Küttig und Waldemar Baun aus Ulmen. Sie sind die Ersten, die von Fahrlehrerin Miglena Pesch im Wohnmobil ausgebildet werden. „Weitere Kurse sind bereits gebucht, Voraussetzung ist der Führerschein Klasse B“, sagt Fischer. Die Interessierten aus ganz Deutschland und Europa kämen dabei entweder auf die Fahrschule selbst zu oder über den Wohnmobil-Anbieter.

Bei diesem, so sagt der Unternehmer, werde die Geraer Fahrschule als „Sonderausstattung“ zum Fahrzeug geführt, im sogenannten Schulungspaket. Natürlich gehe es dem Wohnmobil-Bauer auch darum, mehr Fahrzeuge zu verkaufen, so Mike Fischer. Und das klappe eben besser, wenn auch mehr Menschen mit dem entsprechenden Führerschein für solche Mobile ausgestattet sind.

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