Kein Hauptpreis, aber Gold-Stern für TSV Gera-Westvororte

Gera/Berlin.  Die Mountainbiker aus Gera teilen sich mit anderen Vereinen Platz vier und werden von der Bundeskanzlerin ausgezeichnet.

Die Mitglieder des TSV Gera-Westvororte mit Falko Gaudig (links) und Vorstandsmitglied Torsten Narr (3. von rechts)von der Volksbank Gera/ Jena/ Rudolstadt sowie Alfons Hörmann (rechts), Präsident des DOSB.

Die Mitglieder des TSV Gera-Westvororte mit Falko Gaudig (links) und Vorstandsmitglied Torsten Narr (3. von rechts)von der Volksbank Gera/ Jena/ Rudolstadt sowie Alfons Hörmann (rechts), Präsident des DOSB.

Foto: Marko Walther/ Volksbank

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Für den Hauptpreis beim Wettbewerb „Sterne des Sports“ hat es nicht gereicht. Über den gemeinsamen Platz vier aller nicht auf dem Podest vertretenen Vereine durften sich die Mountainbiker des TSV Gera-Westvororte trotzdem freuen. Aus den Händen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), nahm Abteilungsleiter Marcel Ziegler am Dienstagvormittag in Berlin den kleinen „Stern des Sports“ in Gold und 1000 Euro Preisgeld entgegen.

Die Geraer hatten sich mit der in Eigeninitiative geschaffenen Mountainbike-Anlage „Oak Trails“ in Gera-Scheubengrobsdorf beworben und sich auf regionaler und Landesebene durchsetzen können. Im Bundesfinale waren sie als Vertreter Thüringens einer von 17 Finalisten in dem Breitensport-Wettbewerb, der vom DOSB und den Volksbanken-Raiffeisenbanken in Deutschland ausgerichtet wird.

„Nein, wir sind nicht enttäuscht, sondern vor allem stolz und voller neuer Eindrücke“, sagte Mountainbike-Abteilungsleiter Marcel Ziegler am Dienstagnachmittag auf der Rückfahrt. Eine große Siegesfeier in Gera werde es nun zwar nicht geben, ein kleines, eher spontanes Treffen an den „Oak Trails“ könne er sich aber gut vorstellen. „Das werden wir jetzt nochmal besprechen.“

Der Trip nach Berlin von Montag auf Dienstag sei in jedem Fall ein großer Gewinn für die TSV-Mitglieder gewesen, auch wenn man sich nach der Vorabendveranstaltung nicht ins Nachtleben stürzen konnte, da es am Dienstag bereits früh losging. „Zur Verleihung des Publikumspreises am Montag mit anschließendem Bankett hatten wir die Chance, andere deutsche Vereinsvertreter kennenzulernen.“ Unter anderem auch Publikumspreisgewinner Luca Biwer aus dem Saarland, selbst früher Mountainbiker, der nach einem schweren Sturz eine Welle der Hilfsbereitschaft erfuhr und das nun mit einem Verein an Sportler zurückgeben will, die ebenfalls schwere Sportunfälle hinter sich haben.

„Wir saßen auch bei der Preisverleihung am Dienstag nebeneinander“, sagt Marcel Ziegler, „und direkt hinter Thomas de Maizière und der sächsischen Delegation.“ Ihn und andere Persönlichkeiten, wie eben auch die Kanzlerin aus der Nähe zu sehen, sei schon beeindruckend gewesen. Was sie zu ihm sagte? „Sie hat uns beglückwünscht und gesagt, wir sollen weiter am Ball bleiben – und selbstverständlich bleiben wir am Ball.“

Der „Große Stern in Gold“ ging an den Berliner Mehrspartenverein „Pfeffersport“ e. V. für sein Projekt „Mission Inklusion – ein kompletter Verein betreibt lokale Raumfahrt“. Platz zwei ging an die Interessengemeinschaft Sport Heddesheim (Baden-Württemberg), ein Dachverband mehrerer lokaler Sportvereine, mit dem Projekt „Wir arbeiten zusammen“ und Dritter wurde der Sportclub Riesa mit dem Schulsport-Projekt „Sport ist Klasse“.

Im April startet die nächste regionale Bewerbungsrunde für „Sterne des Sports“ bei der Volksbank Gera Jena Rudolstadt.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Zu den Kommentaren