Konzept für das Hofgut in Gera vorgestellt

Gera  Am Mittwoch endet die Frist der Angebote zum Kauf des 10.000 Quadratmeter großen Areals

Am Sonntag haben vier Betreiber das Nutzungskonzept für das Hofgut vorgestellt.Am Mittwoch (23.10) endet die Frist der Angebote zum Kauf des 10.000 Quadratmeter großen Areals. v.l.Kai Uwe Klinnert, Peter Schmidt, Steffen Salheiser, Thomas Laubert und Ortsteilbürgermeister Reinhard Schmalwasser.

Am Sonntag haben vier Betreiber das Nutzungskonzept für das Hofgut vorgestellt.Am Mittwoch (23.10) endet die Frist der Angebote zum Kauf des 10.000 Quadratmeter großen Areals. v.l.Kai Uwe Klinnert, Peter Schmidt, Steffen Salheiser, Thomas Laubert und Ortsteilbürgermeister Reinhard Schmalwasser.

Foto: Ilona Berger

Vier Betreiber wollen viel Geld in die Hand nehmen, das Hofgut kaufen, sanieren und auch weiter für die Öffentlichkeit zugänglich lassen. Sie stellten gestern in der M1-Kunstzone ihr Nutzungskonzept vor. Bis 27. Oktober können es dort Interessierte einsehen.

Am 23. Oktober endet die Angebotsfrist zum Kauf für das etwa 10.000 Quadratmeter große Areal mit den Häusern Mohrenplatz 1, 3, 3a, 5, 7, 7a und 7b. Die Ausschreibung zum Erwerb des denkmalgeschützten Ensembles ist am 23. August dieses Jahres im Amtsblatt sowie auf dem Onlineportal Immowelt veröffentlicht worden. Mindestens 310.000 Euro möchte die Stadt haben. Nicht die höchste Kaufsumme soll entscheidend sein, wer das Objekte erhält, sondern das Nutzungskonzept. Der Stadtrat wird darüber befinden. Fünf, sechs Angebote würden vorliegen.

Auch auf Schloss Osterstein geht es weiter

Reinhard Schmalwasser, Ortsteilbürgermeister von Untermhaus reagierte damals sofort. „Das Areal muss für alle Geraer erhalten bleiben am besten mit einheimischen Investoren“, so sein Anliegen. Bei einer Tour durch seinen Stadtteil sprach er mit Wolfgang Tiefensee über die Zukunft des Hofguts. Der SPD-Politiker brachte die Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) als potenziellen Käufer mit ins Spiel. Das verunsicherte die Interessenten. In Windeseile holte Schmalwasser die privaten Geraer Investoren zusammen, um gemeinsam mit diesen und dem Projekt der LEG eine Lösung zu finden. „Es ist was Gutes für Gera herausgekommen,“ resümiert der Ortsteilbürgermeister. „Wir wollen verhindern, dass das Hofgut in die Hände von Geldgebern fällt, die hier teure Wohnungen bauen und es mit einem großen Zaun umschließen.“

Kai Uwe Klinnert (Finanzberater) Peter Schmidt (Geschäftsführer), Steffen Salheiser (Betriebswirt für Immobilienwirtschaft) und Thomas Laubert (Architekt) sind das Quartett, die mit dem vorliegenden Betreiberkonzept den Stadtrat überzeugen wollen. Salheiser betonte, dass das Areal auch künftig für Feste offenstehen wird. Im Alten Justizamtsgebäude, so sieht der Plan vor, wird die Galerie weiterhin ihren Platz finden. In den oberen Geschossen sind Wohnungen vorgesehen.

Spielmöglichkeit und Eltern-Kind-Café

Für das Gebäude links daneben sei ein Fahrradhostel angedacht, das durch eine Fahrradwerkstatt ergänzt wird. In sich anschließenden Räumen wäre eine Tagebetreuung mit Spielmöglichkeit und Eltern-Kind-Café möglich. „Das Hofgut“, so Salheiser, „wird in drei Bereiche geteilt: in einen Veranstaltungsraum für bis zu 200 Personen, Galerieräume für ortsansässige Künstler und Gewerberäume für kreative Handwerker.“ Über einen Durchgang vom Faulenzerweg erreicht der Besucher die Genusswelt mit kulinarischen Veranstaltungen, einer Schaubrennerei und für Hoffeste mit Regionalwaren.

Dieser durchgängige Weg ist ein öffentlicher Raum. Der vorhandene Bauerngarten könnte als Schulgarten genutzt werden. Im alten Beamtenhaus bleiben die Wohnungen zu moderaten Mieten erhalten, vor allem für Familien. Käme es zum Erwerb des Ensembles müssten fünf bis sechs Millionen Euro aufgebraucht werden“, so Salheiser. Auch im Schloss geht es weiter. „Wir haben uns 1,5 Jahre Zeit gelassen und mit vielen Leuten gesprochen. Nun wird der Bauantrag für Wohnungen eingereicht. 25 sollen es werden. Wir hoffen das Startschuss 2020 ist. Der Schlossgarten bleibt für alle offen. Auch das Terrassencafé wird eine Belebung erfahren“, verspricht Eigentümer Kai Uwe Klinnert. Wir haben beim Kauf des Schlosses 2017 das Hofgut immer mit als eine Einheit gesehen“, ergänzt Peter Schmidt, der andere Schlossherr.

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