Krematorium in Gera nach Defekt wieder in Betrieb

Gera  Feuerbestatter arbeiten in Gera im Schichtbetrieb, um Einäscherungen schnellstmöglich durchführen zu können. Zusätzlicher Kühlcontainer aufgestellt.

Krematorium und Feierhalle auf dem Geraer Ostfriedhof.

Krematorium und Feierhalle auf dem Geraer Ostfriedhof.

Foto: Peter Michaelis

Nach einem Defekt kurz vor Weihnachten kann das Geraer Krematorium auf dem Ostfriedhof seit Anfang dieser Woche wieder planmäßig Einäscherungen durchführen. Das erklärte die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung.

Kühlkapazität sei ausgelastet

Wie mitgeteilt wird, fiel am 23. Dezember am Einfuhrwagen des Einäscherungsofens ein Hydraulikzylinder aus. Da es sich bei der Anlage um eine Sonderanfertigung handele, sei eine sofortige Reparatur nicht möglich gewesen. „Der zuständige Kundendienst konnte das defekte Teil am 29. Dezember 2020 kurzfristig ausbauen und im Werk reparieren lassen“, teilt die Stadt mit. „Der Wiedereinbau konnte unkompliziert am 4. Januar 2021 erfolgen.“


Aktuell würden die angestellten Feuerbestatter im Schichtbetrieb arbeiten, um nach der Reparatur die Einäscherungen schnellstmöglich durchführen zu können.


Unabhängig von diesem technischen Defekt, heißt es, sei zuletzt ein Kühlcontainer aufgestellt worden, „da aufgrund der aktuell hohen Sterblichkeit die Kühlzellenkapazität ausgelastet ist“, so die Stadt. Explizit mit dem Coronavirus wird dies seitens der Stadt aber nicht begründet. Zumal die Sterblichkeit auch sonst in dieser Zeit des Jahres höher liege.

Im vergangenen Jahr gab es 2046 Einäscherungen

Mitgeteilt wird auf Nachfrage die Gesamtzahl der Einäscherungen 2019 und 2020. Demnach habe es im vergangenen Jahr 2046 Einäscherungen gegeben, im Jahr 2019 waren es laut Stadt 1825. Ganz unabhängig von Corona liege der Hauptgrund für diesen Anstieg in einer etwa dreimonatigen Amtshilfe während einer planmäßigen Reparatur im Altenburger Krematorium.


Eine zweite Ofenlinie, die der Geraer Stadtrat im Juni 2020 für das Krematorium auf den Weg brachte, hat an diesem Anstieg jedenfalls keinen Anteil. „Die zweite Ofenlinie befindet sich derzeit noch in der Vorplanung“, heißt es dazu aus der Stadtverwaltung.