Kunst-Collage verschönert Durchgang in Gera

Gera.  Die Kunstzone Gera schloss am Montag das Projekt „Demokratie leben“ in der Passage Sorge 24 ab.

Finjas (li.) und Konstantin und ihre Mitschüler der siebten Klasse des Goethegymnasiums haben sich im Kunstunterricht mit dem Demokratieprojekt befasst.

Finjas (li.) und Konstantin und ihre Mitschüler der siebten Klasse des Goethegymnasiums haben sich im Kunstunterricht mit dem Demokratieprojekt befasst.

Foto: Peter Michaelis

Seit Montag ist die Tristesse der Passage Sorge 24 großformatiger Kunst gewichen: Der Verein Kunstzone Gera, federführend dabei Sven Schmidt, montierte am Nachmittag sechs Tafeln, die mit Arbeiten von Schülern aus drei Geraer Schulen gestaltet worden waren. Damit ist dieses Demokratieprojekt, das die Kunstzone über das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ realisierte, abgeschlossen.

Selbstporträts, Szenen aus dem schulischen Alltag und ähnliche Motive zieren nun eine Wandseite des oberen Durchgangs zur Sorge. Ergänzt werden die Bilder der Kinder und Jugendlichen durch das Gedicht „Ich sah diesen Traum“ der Künstlerin Lourdes Silva aus Mosambik.

Den jungen Künstlern Respekt gezollt

Zuvor hatten am Wochenende Mitglieder und Helfer des Vereins Kunstzone Gera den Durchgang von Spinnweben und Müll befreit und Wandflächen grau gestrichen. „Das ist an sich nicht unsere Aufgabe. Aber diese künstlerischen Werke, gedruckt auf hochwertige Tafeln, an diese schrecklichen Wände zu hängen, wäre den Kindern und Jugendlichen nicht gerecht geworden. Das hat etwas mit Respekt zu tun“, betonte Sven Schmidt.

Denkanstöße zum Thema Demokratie

Insgesamt 129 Schüler präsentieren sich nun mit ihren Arbeiten in diesem öffentlichen Raum und geben Denkanstöße zum Thema Demokratie. Neben jungen Talenten der Grundschule Am Bieblacher Hang und der Pfortener Schule wirkten Gymnasiasten des Rutheneums seit 1608 mit. „Ich fand es eine sehr schöne Idee. Unsere Arbeiten entstanden als freiwillige Hausaufgabe“, berichtete Julian Örtel, Siebtklässler am Rutheneum. „Es hat großen Spaß gemacht und gerade im Lockdown-Homeschooling war es eine echte Aufgabe, mit der man sich über eine längere Zeit kreativ beschäftigen konnte“, fand Konstantin Mai. Die Jungs hoffen, dass die Bilder lange halten und auch nicht beschmiert werden.

Mit dem Ergebnis zeigte sich auch Initiator Sven Schmidt sichtlich zufrieden: „Trotz Pandemie und Lockdown sind viele Arbeiten entstanden. Nun ist dieses Demokratieprojekt zu einem guten Abschluss gelangt.“ Er freute sich zudem, dass der Fachdienst Kultur der Stadt den Verein unkompliziert unterstützt hatte, als für die Neugestaltung der Passage zahlreiche Genehmigungen eingeholt werden mussten. Der Durchgang gehört einem privaten Eigentümer.