Kurt Pesl auf der Osterburg Weida

Weida.  Ausstellung anlässlich des 95. Geburtstages des Künstlers

Selbstbildnis des Malers Kurt Pesl (m./1975, Öl), neben dem von ihm gezeichneten Porträt des Künstlers Host Sakulowski (bei der Arbeit im Atelier Dornberg, 1981/Grafik) und Sigrid Pesl.

Selbstbildnis des Malers Kurt Pesl (m./1975, Öl), neben dem von ihm gezeichneten Porträt des Künstlers Host Sakulowski (bei der Arbeit im Atelier Dornberg, 1981/Grafik) und Sigrid Pesl.

Foto: Reinhard Schulze

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Wenn man durch die Ausstellung geht, die dem 2012 verstorbenen Weidaer Maler Kurt Pesl anlässlich der 95. Wiederkehr seiner Geburt in der Galerie der Weidaer Osterburg gewidmet ist, fällt als erstes auf, mit welcher Hingabe und Liebe diese Werkschau von seiner Tochter, Sigrid Pesl, eingerichtet wurde.

Sie hat es verstanden, seine Bildsprache als auch seine künstlerische Entwicklung in die Ausstellung zu integrieren. Fotografische Zeugnisse aus seinem Leben, Skizzenbücher und persönliche Gegenstände des Künstlers finden sich präzise angeordnet in Vitrinen.

Den eigentlichen Kern der Ausstellung aber bildet Kurt Pesls Oeuvre. Hier offenbart sich die historisch- künstlerische Sicht auf ein künstlerisches Leben. In den zahlreichen Arbeiten werden der Lebensweg, die künstlerische Entwicklung und die zielstrebige Arbeit Kurt Pesl an der Vervollkommnung seines persönlichen Ausdrucks nacherlebbar.

Großen Einfluss haben andere Künstler auf den Maler. Sie vermitteln ihm neue Sichtweisen auf die Wirklichkeit. Er wird durch sie angeregt, mit Techniken zu experimentieren und neue Ausdrucksmöglichkeiten zu suchen. So gelingt es dem Maler Kurt Pesl immer besser dem eigenen Anspruch gerecht zu werden. Sein Thema: Mensch und Natur, ihre Beziehung zueinander aber auch die vielfältigen Widersprüche zwischen ihnen. So unter anderem die Zerstörung der Umwelt durch den Menschen. Beispiel hierfür sind seine Arbeiten aus dem Steinbruch Loitsch wie auch Arbeiten im Auftrag der Wismut - Landschaften und Arbeiten unter Tage - zeigen.

Bemerkenswert für den Ausstellungsbesucher sollen aber auch jene Arbeiten sein, in denen sich unter dem Einfluss bestimmter Kunstströmungen ein zum Ungegenständlichen neigender Kurt Pesl zeigt.

Der Maler trat auch selbst als künstlerischer Mentor auf. Er initiierte Ausstellungen und vermittelte Kontakte. Und es sei hier auch vermerkt, dass Kurt Pesl, neben dem Künstler Peter Geist, Urheber des länderübergreifenden Kunstprojektes SaThür zur Pflege der Handzeichnungen der Länder Sachsen und Thüringen ist und Mitbegründer des vor 20 Jahren ins Leben gerufenen Künstlerstammtischs Osterburg.

Die Ausstellung ist noch bis zum 7. Juni zu besichtigen, aber infolge der Corona-Pandemie nur eingeschränkt. Nach vorheriger Anmeldung bei Sigrid Pesl (0151/46605802) und unter Zustimmung durch die Stadtverwaltung ist die Ausstellung am 21. Mai sowie am 29. und am 30. Mai 2020 in der Zeit von 8 Uhr bis 15 Uhr in Galerie der Osterburg zu sehen. Weitere Besichtigungstermine nach eventueller Wiedereröffnung der Osterburg.

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