„Lieblingsstücke“ aus vielen Jahren des Sammelns im Bad Köstritzer Heinrich-Schütz-Haus

L'air, Aquatinta von Roemhild nach Dopter, Paris, um 1830, Ankauf 2011

L'air, Aquatinta von Roemhild nach Dopter, Paris, um 1830, Ankauf 2011

Foto: Archiv Heinrich-Schütz-Haus Bad Köstritz

Bad Köstritz.  Die erste Sonderausstellung im neuen Jahr im Bad Köstritzer Heinrich-Schütz-Haus ist ab Sonnabend zu sehen.

Am Samstag, 28. Januar, um 15.30 Uhr, wird die erste Sonderausstellung in der Schütz-Haus-Galerie für 2023 eröffnet. Diese verspricht, eine sehr abwechslungsreiche und farbenprächtige Schau zu werden, in der alle mögliche Themen rund um Heinrich Schütz, sein Geburtshaus und die Musikgeschichte zu erfahren sind.

Mit Museumsdirektorin Friederike Böcher und Tanja Schulze feiern gleich zwei Mitarbeiterinnen in diesem Jahr ihr 30-Jähriges im Heinrich-Schütz-Haus. Seit 1993 sind sie am Haus, seit 1999 unter der Leitung Böchers. Und seither steht das Sammeln bei beiden hoch im Kurs, wie die Museumschefin in einer Pressemitteilung schrieb. Sobald die neuen Themen für die Sonderausstellungen und Jubiläen feststehen, beginnen die beiden „Jäger und Sammler“ ihr Werk.

4000 Blätter in fast 25 Jahren

Sie jagen passenden Blättern – egal ob Kupferstich, Schabkunstblatt, Holzschnitt oder Zeichnung – hinterher und versuchen es dann, für das Haus anzukaufen. Mal mit Unterstützung der Staatskanzlei, mal mit Hilfe des Fördervereins, der Schütz-Akademie und mal dank der Hilfe der Besucher, wenn diese als Kupferstichpaten in die Bresche springen.

So ist in den vergangenen 25 Jahren die Sammlung des Hauses auf annähernd 4000 Blätter angewachsen, ganz kostengünstige und ganz teure, ganz alte, aber auch Blätter, die in Auftrag gegeben wurden. In der Ausstellung „Unsere Lieblingsstücke“ sind Musikerporträts, Stadtansichten von Venedig bis Kopenhagen, Porträts von Gustav II. Adolf und Christine von Schweden bis zu Königen und Kaisern, Titelblätter, Darstellungen von Musikinstrumenten und Musizierszenen zu sehen.