Meine Meinung

Auch der dritte Band von Hans Thiers „Mordfälle im Bezirk Gera“ hilft wieder, Aufklärungsarbeit von Kriminalisten nachzuvollziehen.

Christine Schimmel, Redaktion Gera

Christine Schimmel, Redaktion Gera

Foto: Peter Michaelis

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Die Fernsehprogramme und Streamingdienste sind voll von Mord und Totschlag. Krimis und Thriller bedienen die voyeuristische Lust am Verbrechen, detailversessen wird Täterhandeln ins Bild gesetzt. Man könnte meinen, die ganze Welt besteht aus Gewalt, die bis zum Äußersten geht.

Ganz anders lesen sich da die Bücher von Hans Thiers. Auch er lenkt unseren Blick zwar auf schlimme Tötungsdelikte. Aber eben nicht, um unsere Sensationsgier zu befriedigen. Auch wenn er Taten porträtiert, die sich sogar in unserer unmittelbaren Umgebung tatsächlich ereignet haben und grausamen Filmbeschreibungen in nichts nachstehen. Doch weil der Geraer die Fälle faktenbasiert und ausschließlich sachlich dokumentiert, wird etwas viel Wichtigeres in den Fokus gerückt: die unablässige Sisyphosarbeit der Kriminalisten. Ohne ihr unemotionales Herangehen und ermittlerisches Geschick wäre die Aufklärungsrate dieser Verbrechen deutlich geringer. Dann würden statt Fakten wieder aufgebauschte Gerüchte von grausamen Morden kursieren, aber auch dreiste Täter weiterhin ihr Unwesen treiben. Auch wenn die meisten Mordfälle, die Hans Thiers beschreibt, längst Geschichte sind, so hilft ihre behutsame Dokumentation, echte Recherche hoch zu halten statt sensationslüsternen Fake News Glauben zu schenken.

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