Meine Meinung: Reklame für Gera in der Krise

Christine Schimmel über neue Aufgaben für die Wirtschaftsförderung.

 Christine Schimmel

Christine Schimmel

Foto: Peter Michaelis

Eine Abteilung des Geraer Rathauses, die ohne Zweifel in den letzten Monaten alle Hände voll zu tun hatte, ist die Wirtschaftsförderung. Dieser in Gera sonst eher im Verborgenen wirkende und von außen gesehen in den letzten Jahren etwas stiefmütterlich behandelte Bereich muss nun mit Hilferufen der hiesigen Wirtschaft umgehen. Um ihre Existenz besorgte Einzelunternehmer auf der einen Seite, auf der anderen Firmen mit vielen Beschäftigten, die die Corona-Krise in eine Schieflage katapultiert hat.

Plötzlich haben sich den Mitarbeitern der Stadt Aufgabenfelder aufgetan, die ganz anderer Natur sind als üblich. Es geht gerade nicht um die Vermarktung des Wirtschaftsstandortes Gera und das möglichst bunte Ausmalen seiner Vorteile. Obwohl ja vielleicht gerade jetzt krisengeschüttelte Unternehmen nach Kommunen schielen, die mit besseren Bedingungen und niedrigeren Steuerhebesätzen locken.

Für manche Firma, die durch die Pandemie die Zähne kräftig aufeinanderbeißen muss, scheinen solche dauerhaften Einsparungen günstiger als einmalige Umsiedelungskosten. Also hoffen wir das Beste für die Wirtschaftsförderung dieser Stadt, die mit ihrer jetzt besonders in Anspruch genommenen Arbeit nun also doch Reklame für Gera machen muss.