Mountainbiker aus Gera hoffen auf den großen „Gold-Stern“

Gera.  „Aufgeregt und ohne vorbereitete Rede“: Marcel Ziegler vom TSV Gera-Westvororte im Gespräch vor dem Bundesfinale von „Sterne des Sports“

Ein Teil der Delegation des TSV Westvororte Gera am Montag vor der Abreise: Lukas Neubert, Clemens Kümmel, Marcel und André Ziegler und René Böhme (von links).

Ein Teil der Delegation des TSV Westvororte Gera am Montag vor der Abreise: Lukas Neubert, Clemens Kümmel, Marcel und André Ziegler und René Böhme (von links).

Foto: Peter Michaelis

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Die Spannung steigt: Am Dienstagvormittag wird in Berlin der „Große Stern des Sports“ in Gold verliehen. Unter den 17 Finalisten, die bereits den Stern in Bronze auf regionaler Ebene und den in Silber auf Landesebene gewinnen konnten, ist auch der TSV Gera-Westvororte. Für Thüringen wollen die Geraer mit ihrer, in viel Eigenleistung geschaffenen Mountainbike-Anlage „Oak Trails“ in Gera-Scheubengrobsdorf als Bundessieger den Sterne-Satz komplettieren. Marcel Ziegler (41), Abteilungsleiter der Mountainbiker beim TSV Westvororte, blickt am Montag auf den Berlin-Trip voraus.

Herr Ziegler, wie ist die Stimmungslage am Tag vor der Preisverleihung?

Wir sind schon sehr aufgeregt. Das ist ja auch eine besondere Situation.

Die Bundeskanzlerin ist für die Siegerehrung am Dienstagvormittag angekündigt. Haben Sie schon überlegt, was Sie zu ihr sagen würden?

Nein, ehrlich gesagt nicht. Eine Rede für den Fall der Fälle haben wir auch nicht vorbereitet, da würde ich dann einfach improvisieren.

Wie ist denn Ihr Bauchgefühl? Haben Sie sich über die anderen nominierten Projekte informiert?

Ja, in der Zwischenzeit hab ich mir die anderen Projekte der Landessieger auch einmal angeschaut. Und es ist wirklich interessant, was für tolle Projekte es deutschlandweit so gibt. Das ist auch der Grund, warum das Bauchgefühl gemischt ist. Denn alle Landessieger hätten in meinen Augen den „Großen Stern des Sports“ in Gold verdient. Ich habe noch mal speziell auf das Hamburger Projekt geschaut, wo ein Verein mit einer Parkour-Halle auch in Eigeninitiative eine Sportstätte geschaffen hat. Das ist deshalb mit unserem Projekt vergleichbar.

Hatten Sie schon Gelegenheit, andere Landessieger kennenzulernen oder passiert das alles jetzt in Berlin?

Das wird alles in Berlin passieren. Ein Projekt kannte ich vorher schon, weil ich es aus der Ferne von Anfang an verfolgt habe, das aus dem Saarland („Bewegung für Luca“). Das entstand, nachdem sich Mountainbiker Luca Biwer bei einem Sturz schwer verletzt hatte. Das Projekt ist auch für den Publikumspreis nominiert, für den man seit zwei Wochen im Internet abstimmen kann.

Zurück zu den Oak Trails: Was genau erwartet Sie in Berlin?

Wir fahren am Montagmittag zu acht nach Berlin. Das sind Vereins- und Vorstandsmitglieder des TSV Westvororte. Unser Vereins-Vize vom TSV, René Böhme, ist mit dabei, genauso wie Ortsteilbürgermeister Erik Buchholz, der selbst auch an der Strecke mitgebaut hat. Am Montagabend gibt es dann die erste Veranstaltung, bei der eben dieser Publikumspreis verliehen wird. Am Dienstag, um 10 Uhr, findet dann die eigentliche Preisverleihung statt. Dann gibt es hinterher noch eine Veranstaltung und dann fahren wir am Nachmittag auch schon wieder heim. Und falls es etwas zu feiern gibt, dann wird das in Gera gefeiert.

Gelohnt hat sich die Teilnahme bei „Sterne des Sports“ aber auf jeden Fall schon. Wird das Preisgeld komplett in die Mountainbike-Anlage investiert?

Ja, genau das haben wir vor. In Material, um unsere Sprungstrecke fertig zu bauen, die im Mai eröffnet werden soll. Und in Veranstaltungen, zum Beispiel in unser Saison-Opening oder auch in ein Jugendcamp. Mit 1500 Euro für den Regionalsieg und 2500 Euro für den Landessieg haben wir schon ein sehr gutes finanzielles Polster erreicht. Beim Bundesfinale winken dem Sieger 10.000 Euro. Gekürt werden die ersten drei Plätze und selbst, wenn es dafür nicht reicht, gibt es noch einmal 1000 Euro für alle anderen Finalisten. Also haben wir mindestens 5000 Euro gewonnen, das ist toll und wir sind sehr dankbar dafür.

„Sterne des Sports“ ist ein gemeinsamer Wettbewerb von Deutschem Olympischen Sportbund und den Volksbanken-Raiffeisenbanken in Deutschland. Er soll besonderes gesellschaftliches Engagement der Ehrenamtlichen in Sportvereinen würdigen. Die Preisverleihung des „Gold-Sterns“ kann am Dienstag, 21. Januar, ab 10.10 Uhr auch im Livestream verfolgt werden unter: www.sterne-des-sports.de/wettbewerb/goldpreisverleihung-2019

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