Nachrichten aus dem Geraer Stadtarchiv

Gera.  Sie erklären auch, warum es eine Ausstellung zu einem Schloss geben soll, das nicht mehr existiert.

Der Förderverein des Stadtmuseums Gera hat erstmals einen Kalender herausgebracht. Er ergänzt die geplante Ausstellung im Stadtmuseum zu Schloss Osterstein. Vereinsvorsitzender Wilfried Martin, Matthias Wagner vom Stadtmuseum, sowie Reinhard Bierbaum und Manfred Taubert (von links) mit Kalenderblättern.

Der Förderverein des Stadtmuseums Gera hat erstmals einen Kalender herausgebracht. Er ergänzt die geplante Ausstellung im Stadtmuseum zu Schloss Osterstein. Vereinsvorsitzender Wilfried Martin, Matthias Wagner vom Stadtmuseum, sowie Reinhard Bierbaum und Manfred Taubert (von links) mit Kalenderblättern.

Foto: Peter Michaelis

Am Freitag erscheint die vierte Auflage der diesjährigen „Nachrichten aus dem Stadtarchiv Gera“ als PDF-Datei. Darin wird auf die Geschichte der Kaffee-Rösterei Max Richter eingegangen, welche sich in der Nachbarschaft zur heutigen Röstereis am Kornmarkt befand, informiert Archivleiterin Christel Gäbler. Darüber hinaus wird über eine kuriose, multifunktionale Telefonzelle aus der Zeit um die Jahrhundertwende ebenso wie über den 100. Geburtstag des Geraer Restaurators Kurt Thümmler berichtet. Sein Wirken kam auch zahlreichen Kirchen und anderen Gebäuden sowie Plastiken, Altären und Kunstgegenständen in Gera und Umgebung zugute.

Außerdem gibt Matthias Wagner vom Stadtmuseum einen Ausblick auf die voraussichtlich noch in diesem Jahr im Stadtmuseum Gera startende Sonderausstellung über das 1945 zerstörte Schloss Osterstein. Der Förderverein des Museums hat dazu einen Kalender für 2021 veröffentlicht. Warum eine Ausstellung über ein nicht mehr existierendes Schloss geplant wird, erklärt Matthias Wagner so: „Der Osterstein war nicht nur ein Schloss, er war der Sitz einer Landesherrschaft, eine Residenz, und nimmt damit auch in der Thüringer Landesgeschichte eine herausgehobene Position ein. Das Schloss war der Ort, von dem aus rund 700 Jahre lang die Geschichte Geras und von Teilen Ostthüringens bestimmt sowie geleitet und – mit der Abdankung Heinrichs XXVII. am 11. November 1918 – auch das Ende der reußischen Monarchie besiegelt wurde.“