Neue Brandschutztüren fürs Förderzentrum in Gera-Zeulsdorf

Gera-Lusan  Förderzentrum in Gera-Zeulsdorf der ASB Behindertenhilfe- und Rehabilitations GmbH erhält 5000 Euro-Spende

Heimleiterin Marlies Bensing zeigt eine der alten Brandschutztüren in der ASB-Einrichtung, die ursprünglich eine Hotelanlage war.

Heimleiterin Marlies Bensing zeigt eine der alten Brandschutztüren in der ASB-Einrichtung, die ursprünglich eine Hotelanlage war.

Foto: Christiane Kneisel

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„Wir kämpfen schon anderthalb Jahre. Nun steht dem notwendigen Ersatz nichts mehr im Wege“, freut sich Heimleiterin Marlies Bensing. Das Förderzentrum für Kinder und Jugendliche der ASB Behindertenhilfe- und Rehabilitations GmbH erhielt jetzt 5000 Euro Lottomittel als Kofinanzierung für vier dringend benötigte neue Brandschutztüren.

Zur symbolischen Übergabe besuchte Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) persönlich das Haus und verschaffte sich einen Eindruck von der Einrichtung. Gegenwärtig betreut das Förderzentrum, das die ehemalige Hotelanlage „Brünings Linden“ in Gera-Zeulsdorf nutzt, 24 schwerst- und mehrfach behinderte Kinder- und Jugendliche bis 18 Jahre.

„Unsere Brandschutztüren sind 25 Jahre alt. Bei der letzten turnusmäßigen Untersuchung hatte man festgestellt, dass sie sich nicht mehr reparieren lassen“, erklärt Marlies Bensing. Sie seien verzogen und würden nicht mehr exakt schließen. Ersatzteile seien nicht mehr erhältlich. Rund 10.000 Euro müsse für eine Brandschutztür veranschlagt werden. Sehr willkommener Nebeneffekt beim Einbau der neuen Technik in die Flure auf mehreren Ebenen: „Die zweiflügeligen Türen werden ein neues Größenverhältnis aufweisen, so dass im Gegensatz zu den alten nur noch eine Seite geöffnet werden muss, um problemlos mit Rollstühlen durchzufahren.“ Während man in der Vergangenheit für derlei Investitionen auf vielfältige Fördertöpfe und Bauprogramme zurückgreifen konnte, sei es für ein Unternehmen mittlerweile recht schwierig geworden, begründet die Heimleiterin, warum diese Lottomittel das Team froh stimmen.

Sanierungsbedarf im Haus gibt es indes jede Menge – schließlich werden die Räumlichkeiten täglich und ganz anders als bei einer Nutzung durch Hotelgäste beansprucht. „Dass die Lage mit dem Brandschutz so akut ist, hat uns förmlich überrollt. Ursprünglich wollten wir erst einmal in den einzelnen Etagen den jeweils zweiten Fluchtweg, eine Auflage der Feuerwehr, bauen lassen“, so Marlies Bensing. Der Anbau der neuen Fluchttreppen war gerade gestartet, als die nächste Hiobsbotschaft das Team erreichte. Allein 170.000 Euro müssen für den zweiten Fluchtweg veranschlagt werden, wofür das ASB-Haus Eigenmittel und Kredite verwendet. Für die Fluchttreppen sind gerade die Vorarbeiten abgeschlossen worden. In dieser Woche werden die Treppen angebaut. Bis Oktober soll diese Maßnahme abgeschlossen sein. Ein Weihnachtsgeschenk sozusagen wären nun die modernen Brandschutztüren.

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