Neue Kabinettausstellung in Gera zu den „Spuren im Wald“

Gera.  Auch der präparierte Geraer Biber ist ab Sonnabend im Museum für Naturkunde zu sehen.

Praktikantin Lilli Gerlach beim Feinaufbau der Kabinettausstellung „Spuren im Wald“ im Museum für Naturkunde Gera.

Praktikantin Lilli Gerlach beim Feinaufbau der Kabinettausstellung „Spuren im Wald“ im Museum für Naturkunde Gera.

Foto: Stadt Gera / Julia Günther

Pünktlich zum Beginn der Herbstferien präsentiert das Museum für Naturkunde Gera ab 17. Oktober die Kabinettausstellung „Spuren im Wald“. Zu sehen ist eine breite Auswahl auffälliger und unauffälliger Spuren verschiedenster Tierarten, die auch in den Waldgebieten in und um Gera mit etwas Geduld und Aufmerksamkeit zu entdecken sind.

Oft verraten sich viele Tiere, die selbst eher selten zu sehen sind, nur durch ihre Spuren, weshalb die Ausstellung für spazierfreudige Kinder, Jugendliche und Familien die Vorbereitung einer Waldexkursion sein kann. Unter anderem sind sogenannte Fraßspuren zu sehen, also Überbleibsel vom Fressen tierischer oder pflanzlicher Nahrung wie Nadelbaumzapfen, die je nachdem, ob ein Specht, ein Fichtenkreuzschnabel oder ein Eichhörnchen die Samen des Zapfens gefressen hat, ganz unterschiedlich aussehen.

Auch Federrupfungen, also die herausgerissenen oder abgebissenen Federn eines erbeuteten Vogels, verraten viel über den Jäger. Oft zu finden ist die meist unverwechselbar geformte Losung, der Kot einheimischer Tierarten. Auch „Wohnbehausungen“ wie Insektennester und Bauten zur Aufzucht der Jungen von Vogelnestern bis hin zu den Kokons von Insekten und Spinnen können betrachtet werden.

Selbst einen Überblick von Fährten wichtiger einheimischer Tierarten bleibt die Ausstellung nicht schuldig. Als weitere Besonderheit erwarten die Besucher bis 14. Februar typische Nagespuren vom Biber an Stämmen und Ästen. Der „Verursacher“ wird bei dieser Gelegenheit anhand eines Präparates zu sehen sein, denn die Präparation des am 12. März 2020 in Gera-Niebra tot aufgefundenen Bibers ist abgeschlossen.

Dieser Biber ist der erste belegte Nachweis eines Bibers im Stadtgebiet von Gera seit mehr als 70 Jahren. Das Museum für Naturkunde weist auf die Einhaltung der gültigen Hygienebestimmungen vor Ort hin.