Neues Wohngebiet in Gera in der Mozartstraße

Gera  Bau- und Wirtschaftsausschuss beraten nächste Woche über Investition auf altem Textima-Standort

Das Wohnviertel Heinrichsgrün könnte bis an das Funktionsgebäude des Kunstrasenplatzes heranwachsen

Das Wohnviertel Heinrichsgrün könnte bis an das Funktionsgebäude des Kunstrasenplatzes heranwachsen

Foto: Peter Michaelis

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Der Geraer Stadtrat soll am 5. September den Aufstellungsbeschluss für ein neues Baugebiet in Heinrichsgrün fassen. Zuvor beraten die Ausschüsse über den „Wohnpark Mozartstraße“ am Fuße des Stadtwaldes.

Mit seiner Entwicklung soll die Sanierung des früher von der Textima – einem Maschinenbaubetrieb – genutzten Areals abgeschlossen werden. Bisher sei es für die Berufsausbildung reserviert gewesen. Weil es dafür nicht benötigt werde, soll es nun dem angrenzenden Wohnviertel zugeschlagen werden. Das Gebiet gehört teilweise zum 1999 beschlossenen Bebauungsplan „Buga 2007 — Hofwiesenpark“, der seit 2006 in Kraft ist. Inzwischen gebe es einen Investor, der das Areal von der Stadt erworben habe, heißt es in den Unterlagen für die Stadträte.

Die freie Fläche von 8200 Quadratmetern grenzt im Süden an das Funktionsgebäude des Kunstrasenplatzes Heinrichsgrün an. Sie zu erreichen, soll die Mozartstraße als Stichstraße, versetzt in westliche Richtung, ins Baugebiet verlängert werden. Auf dieser Fläche war schon einmal der Bau einer Radsporttrainingshalle beschlossen worden. Genau vom 13. Dezember 2007 datiert er. Die Eigenmittel der Stadt sollten durch den Verkauf der Radrennbahn in Debschwitz erlöst werden. Das gelang aber nicht. Folglich galt der Beschluss schon 2009 nicht mehr als vollziehbar.

2012 wurden die Pläne für eine Radsporthalle neben dem Kultur- und Kongresszentrum spruchreif. Gera hat eine solche Halle, in der auch Wettkämpfe ausgetragen werden können, bis heute nicht.

Gebaut wird auf beiden Seiten der Straße

Beiderseits der Straße sollen die Wohnhäuser entstehen. Hierbei sei zwischen bis zu drei Einzel- oder Doppelhäusern im Westen des Plangebietes, zwei Einzel- oder Doppelhäusern im Südosten sowie einem größeren Gebäudekomplex im Norden zu unterscheiden.

Im Norden solle das Plangebiet durch einen Stellplatz- und Carportkomplex mit anschließenden Geräteräumen abgeschlossen werden.

Formell befinde sich das Areal noch im Überschwemmungsgebiet der Weißen Elster, obwohl die Hochwasserschutzmaßnahmen vom Freistaat Thüringen an der Tschaikowskistraße abgeschlossen sind. Die Stadt Gera gehe davon aus, dass die obere Wasserbehörde im Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz ein Aufhebungsverfahren erst dann durchführe, wenn alle Hochwasserschutzmaßnahmen an der Weißen Elster abgeschlossen sind.

Der Bebauungsplan steht in der nächsten Woche auf der Tagesordnung von zwei öffentlichen Ausschüssen.

Ausschuss für Bau, Umwelt, Verkehr und Liegenschaften, Dienstag, 27. August, 17 Uhr, Raum 200 im Rathaus Ausschuss für Wirtschaft und Stadtentwicklung, 29. August, 17 Uhr, Raum 200 Rathaus

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