Nils Schumann nicht mehr Vizepräsident des Thüringer Leichtathletik-Verbandes

Olympiasieger fehlt Zeit für die Aufgabe im Thüringer Leichtathletik-Verband.

Nils Schumann (rechts) vermittelt den Teilnehmern am TLV-Gesundheitstag in Bad Köstritz das Lauf-Abc.

Nils Schumann (rechts) vermittelt den Teilnehmern am TLV-Gesundheitstag in Bad Köstritz das Lauf-Abc.

Foto: zgt

Bad Köstritz. Nils Schumann ist nicht mehr Vizepräsident des Thüringer Leichtathletik-Verbandes (TLV). Das bestätigte der 800-m-Olympiasieger von Sydney der Ostthüringer Zeitung am Rande des Gesundheitssporttages in Bad Köstritz.

Schumann hatte den Posten des Vizepräsidenten für Sport im TLV erst dieses Jahr im April übernommen, jetzt warf er nach nur wenigen Monaten das Handtuch.

Es mache für ihn keinen Sinn, wenn er dafür nicht die entsprechende Zeit habe, sagte er. Schumann ist Vater zweier kleiner Kinder. Außerdem muss er als in Erfurt ansässiger Privattrainer sehr viel reisen. Die Fülle der Aufgaben im Ehrenamt als Vizepräsident zu bewältigen, erfordere ein größeres Engagement, als es ihm mit Blick auf seine Arbeit und seine Familie möglich sei. "Entweder mache ich es ganz, oder gar nicht", sagte der 36-Jährige.

Ein Grund sei aber auch die Uneinigkeit innerhalb des TLV gewesen. Es werde noch ein paar Jahre dauern, bis die richtigen Strukturen geschaffen seien, um etwas zu bewegen, sagte Schumann. Der im westthüringischen Bad Frankenhausen Geborene schloss aber nicht aus, sich auch weiterhin für die Thüringer Leichtathletik engagieren zu wollen.