Pinguine stehen in Gera wieder im Wasser

Gera.  Brunnen in der Ernst-Toller-Straße nach vielen Anfragen von Geraern erneut in Betrieb genommen.

Nach zweijähriger Trockenperiode haben die Pinguine wieder Wasser.

Nach zweijähriger Trockenperiode haben die Pinguine wieder Wasser.

Foto: Peter Michaelis

Schon 50 Jahre alt sind die Pinguine in der Ernst-Toller-Straße. 1970 hat der Rudolstädter Bildhauer Alfred Priebe (1905-1997) die sieben Bronze-Vögel im Auftrag der Stadtverwaltung erschaffen.

Zunächst wurden sie im Brunnen am Puschkinplatz aufgestellt. 1995 ging der Pinguin-Brunnen in den Besitz der Sparkasse Gera-Greiz über und wurde nach einer aufwendigen Restaurierung in der Ernst-Toller-Straße auf eigenem Grundstück platziert. 2018 legte die Sparkasse den Brunnen still, da aufgrund von Vandalismus, Müll und Graffiti-Schmierereien zu hohe Kosten für die Instandsetzung anfielen.

Siebter Pinguin kehrt zurück

Ein Jahr später wurde aus dem trockenen Brunnen eine der Pinguin-Figuren entwendet und von der Polizei in der Weißen Elster gefunden. Ob denn der Täter gefasst werden konnte? „Nein, aber wir waren schon froh, dass wir den Pinguin wieder hatten“, erzählt Sören Albert, Sparkassen-Vorstand.

Nachdem die vermisste Figur einige Monate im Lager verbrachte, entschied sich die Sparkasse Gera-Greiz im Juli auf mehrfache Bitten aus der Bevölkerung, den Brunnen wieder in Betrieb zu nehmen. In diesem Zuge wurde auch der siebte Pinguin wieder aufgestellt und alle Bronze-Tiere noch stärker befestigt und gesäubert. Seit Dienstag sprudelt wieder Wasser im Brunnen, zunächst täglich von 9 bis 19 Uhr. Dieser Zeitraum soll allerdings verlängert werden: ab kommender Woche soll der Wasserkreislauf von 7 bis 21 Uhr zirkulieren. Obwohl hierfür Trinkwasser genutzt wird, sollte das Brunnenwasser jedoch nicht wirklich getrunken werden, da es zwischendrin mit Chlor versetzt wird.

Knapp 3000 Euro hat die Sparkasse ausgegeben, um den Pinguin-Brunnen wieder in Betrieb zu nehmen. Sören Albert hofft nun, dass sich die Geraer daran erfreuen können und die Anlage nicht wieder beschmiert oder beschädigt wird. Um die Kontrolle und Reinigung kümmert sich der Hausmeister, der auch für das Gebäude der Sparkasse verantwortlich ist.