Plan B in 3D für Geras Neue Mitte

Gera.  Die Bürgerinitiative Geras Grüne Mitte stellt ihren Alternativvorschlag in animierten Videos vor

Karolin Zinkeisen von der Bürgerinitiatve Geras Grüne Mitte übergibt Alexander Hüttig ein Dankeschön für die 3D-Umsetzung der BI-Vorstellungen für Geras Neue Mitte.

Karolin Zinkeisen von der Bürgerinitiatve Geras Grüne Mitte übergibt Alexander Hüttig ein Dankeschön für die 3D-Umsetzung der BI-Vorstellungen für Geras Neue Mitte.

Foto: Marcel Hilbert

Vorgestellt hatte die Bürgerinitiative „Geras Grüne Mitte“ ihren „Plan B“ für die Entwicklung der zentralen Freifläche zwischen KuK und Breitscheidstraße bereits im Januar. Da lief noch der Wettbewerb zur Freiraum-Gestaltung für das Iba-Projekt „Geras Neue Mitte“. Inzwischen steht mit Grieger Harzer Landschaftsarchitekten Berlin der Sieger fest. Die BI konnte der Siegerentwurf aber nicht überzeugen.

Einen Grund nennt Matthias Röder vom Umweltverein Grünes Haus Gera: das geplante sogenannte „Haus am Brühl“. Das hätten die Teilnehmer an dem Planungswettbewerb mitdenken müssen, was die Kreativität enorm eingeschränkt habe. „Im Gegenzug wurde ein mögliches Hotel am KuK als optional ausgegeben und im Ergebnis von kaum einem Planer berücksichtigt“, sagt Röder.

Die als zu dicht empfundene Bebauung ist der große Kritikpunkt, den die BI auch namens vieler Bürger Geras nicht unter den Teppich gekehrt wissen will. Der Vorschlag, den Karolin Zinkeisen für die BI vertritt, ist als Alternative für die Freiraumgestaltung gedacht. Es gehe, sagt sie, um Aufenthaltsqualität, um Multifunktionalität, um touristische Außenwirkung, um die Einbindung der angrenzenden Gebäude und darum, die Mitte als Bindeglied und nicht als Konkurrenz zur oberen Innenstadt zu entwickeln. Dafür müsse man aber eben auch die ganze Innenstadt betrachten.

Viel Grün, Bäume und Wasserspiele und ein architektonisch auffälliges Bauwerk, sogenannte Kollonaden, bestimmen den Alternativ-Vorschlag. Wie ein großes begrüntes Brückenbauwerk soll es den Freiraum vorm KuK einfassen. Das Kulturhaus erhält im Vorschlag eine deutlich größere Terrasse, die an das Kollonaden-Bauwerk angebunden wird. Unter dieser Terrasse entstünde ein neues verglastes Foyer, dass sich für Ausstellungen oder auch für eine Ansiedelung der Gera-Information anbietet. Auch eine stilisierte Zitronenpresse findet in dem Vorschlag der BI Platz.

Wirtschaftlichkeit, das wird auf Nachfragen klar, darf aus Sicht der BI nicht das einzige und nicht das hauptsächliche Motiv bei einer Entwicklung des Areals sein. Man wolle nicht zerreden, sondern mit den Bürgern über Alternativen zum offiziellen Planungsstand ins Gespräch kommen, ehe über die B-Pläne zur Neuen Mitte entschieden wird. Auch mit der Iba, der Internationalen Bauausstellung Thüringen, und mit den Stadträten sucht man weiter das Gespräch, auch wenn die BI konsterniert feststellen musste, dass ihrer Einladung in den Kinosaal im „Comma“ kein Fraktionsvertreter aus dem Stadtrat gefolgt war.

Im Comma stellte die BI bewegte 3D-Animationen ihres „Plan B“ auf der Leinwand vor, die ab sofort auf der Internetseite der BI angeschaut werden können. Hier soll zeitnah auch die Möglichkeit einer Rückkopplung geschaffen werden. Realisiert hat die Internetseite und auch die 3D-Animation der Geraer Alexander Hüttig (visual-creations.de)

www.geras-gruene-mitte.de