Postler mit gelungenem Einstand

Gera  Handball, Landesliga: Die Friedrich-Sieben bezwingt Vorjahresstaffelsieger Ilmenau trotz einiger Schwächen 29:23 (16:10)

Neuzugänge unter sich: Post-Rechtsaußen Josef Eschenbach (rechts) überwindet Ilmenaus Torwart Lucas Meier.

Neuzugänge unter sich: Post-Rechtsaußen Josef Eschenbach (rechts) überwindet Ilmenaus Torwart Lucas Meier.

Foto: Jens Lohse

Wenn eine Mannschaft zum Saisonauftakt gegen den vorjährigen Meister mit sechs Toren Unterschied gewinnt und der Trainer hat viel zu bemängeln, dann weiß man um das Potenzial des Teams. So geschehen bei den Landesliga-Handballern des Post SV Gera, die die SG Handball Ilmenau vor 200 Zuschauern in der Panndorfhalle mit 29:23 bezwangen.

„Ein Eröffnungsspiel ist immer mit Nervosität verbunden. Vor der Pause hatten wir uns schon deutlich abgesetzt, waren dann auf Kurs Kantersieg, ehe wir uns unerklärlich viele technische Fehler geleistet haben. So haben wir Ilmenau wieder Luft zum Atmen gegeben. Trotzdem habe ich viele gute Ansätze gesehen“, urteilte Post-Trainer Jens Friedrich, der auf Stammtorwart Toni Hempel und den verletzten Neuzugang Stefan Riedel verzichten musste. Beide Ausfälle merkte man den Gastgebern nicht an.

Philipp Stark und der aus Eisenberg gekommene Josef Eschenbach bestimmten mit ihren Treffern die erste Viertelstunde, nach der die Geraer mit 9:5 führten. Beim 12:6 (21.) betrug der Vorsprung erstmals sechs Tore, den die Friedrich-Sieben auch bis zur Halbzeit verteidigte. Nach Wiederbeginn ließen die Postler nicht locker. Immer wieder schüttelte man im Offensivspiel neue Varianten aus dem Ärmel. Hinten war auf Torwart Felix Hentschel Verlass, der auch einen Siebenmeter parierte. Florian Raspel im rechten Rückraum und Kreisläufer Johannes Tralles kamen zu erfolgreichen Abschlüssen. Beim 26:17 (52.) schien man die Gäste zu deklassieren, doch zog der Schlendrian ein. Viele Fehlwürfe und Ballverluste ließen die gewiss nicht schlechten Ilmenauer auf 27:22 (58.) verkürzen. Unterm Strich konnten die Geraer aber mehr als zufrieden sein. „Woche für Woche müssen wir jetzt beweisen, was wir können. Es gilt hart zu arbeiten, die positiven Dinge auszubauen und an den Schwächen zu feilen“, blickte Jens Friedrich voraus. Am Sonnabend spielen die Geraer in Bad Langensalza beim Thüringer HC.

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