Präparierter Schreiadler zurück in Gera

Gera  Inventur der Leihgaben im Museum für Naturkunde

Katrin Hänze von der Brehm-Gedenkstätte Renthendorf übergibt an Thomas Hoppe vom Museum für Naturkunde den Schreiadler.

Katrin Hänze von der Brehm-Gedenkstätte Renthendorf übergibt an Thomas Hoppe vom Museum für Naturkunde den Schreiadler.

Foto: Rainer Michelsson

Das Museum für Naturkunde Gera überprüft derzeit alte Leihverträge und beendet einige. Viele seien in der DDR abgeschlossen worden, als das Haus als Bezirksmuseum im Bezirk Gera verpflichtet war, bei Bedarf auch kleinere Museen mit Objekten wie Tierpräparaten, leihweise unter die Arme zu greifen. So unterstützte das Museum seit 1985 die Brehm-Gedenkstätte in Renthendorf (Saale-Holzland-Kreis) mit präparierten Vögeln. Diese Präparate seien mit der Inventur wieder nach Gera zurückgekehrt. Dazu gehören je ein Exemplar des Schwarzhalstauchers (Podiceps nigricollis) und des Schreiadlers (Clanga pomarina).

Letztere Tierart kommt in einem kleinen Verbreitungsgebiet im Westen der Paläarktis vor, das bis in den Osten Deutschlands hineinreicht. Das Museum für Naturkunde beherbergt umfangreiche naturkundliche Sammlungen zu Zoologie, Botanik und Geologie. Sie dienen Ausstellungs- und Forschungszwecken und stehen als „naturkundliches Archiv“ Wissenschaftlern oder anderen naturkundlichen Einrichtungen zur Verfügung. So wie das Museum bei Ausstellungen auf Leihgaben anderer Museen oder Institute angewiesen ist und als Leihnehmer oft strenge Auflagen erfüllen muss, verleiht es weiter selbst Objekte.

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