Raupenmassen drohen auch 2020 in Gera

Gera  Einsatz von Pflanzenschutzmitteln im Wald wird laut Stadt vorbereitet

Die Raupenmassen im Juni an einem Wohnhaus in Liebschwitz.

Die Raupenmassen im Juni an einem Wohnhaus in Liebschwitz.

Foto: Peter Michaelis

Die Bilder der Schwammspinner-Raupenplage in Gera-Liebschwitz sorgten im Sommer für Gesprächsstoff. „Laut Monitoring-Ergebnissen von Thüringen Forst ist mit hoher Wahrscheinlichkeit mit einem weiteren massenhaften Auftreten im Jahr 2020 zu rechnen“, schrieb die Stadtverwaltung Gera gestern in einer Pressemitteilung.

Um darauf in Liebschwitz, aber auch anderen Stadtteilen besser reagieren zu können, habe es Ende September auf Veranlassung des Oberbürgermeisters Julian Vonarb (parteilos) ein weiteres Treffen mit Forstamt, Thüringen Forst, Landesamt für Landwirtschaft und ländlichen Raum, Stadtverwaltung, Ortsteilbürgermeister und Ortsteilräten gegeben.

Festgelegt wurde unter dem Eindruck der Prognose, dass der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln im Wald vorbereitet wird. „Ob diese tatsächlich zum Einsatz kommen, wird nach dem Winter 2019/2020 entschieden“, erklärt die Stadt. Wird die Notwendigkeit gesehen, wollen sich die beteiligten Behörden mit einem Schreiben für eine Ausnahmegenehmigung in diesem Fall einsetzen. Mit dieser könnte mit Pflanzenschutzmitteln gearbeitet werden, obwohl der eigentlich notwendige Sicherheitsabstand nicht eingehalten werden kann, erklärt die Stadt. „Der notwendige Schutzabstand von 25 Metern zum Waldrand liegt in Liebschwitz an einem Hang genau in dem Bereich, in dem die meisten Schwammspinnereier zu finden sind“, so die Stadt. Dieses Vorgehen sei dann mit dem Ortsteil noch einmal abzustimmen.

Für die Saison im Sommer 2020 sollen darüber hinaus weitere Maßnahmen vorbereitet werden. So werde laut Stadt derzeit geprüft, ob beispielsweise ein koordiniertes und regelmäßiges Absaugen erfolgen kann und ob dafür die Anschaffung von Industriestaubsaugern sinnvoll ist. Nach dem kommenden Winter soll es weitere Abstimmungen geben. (red)

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