Schulbaustelle

Rohbau der Christlichen Gemeinschaftsschule Gera wächst

Gera.  Die vierte Etage ist fast fertig. Das neue Schuljahr 2020/21 soll im Neubau für neun Millionen Euro starten.

Der Neubau der Christliche Gemeinschaftsschule wächst. Die Christliche Bildungswerk Gera gGmbH investiert im ersten Bauabschnitt neun Millionen Euro. Laut Geschäftsführer Philipp Seidel (Foto) sind Baufortschritt und Finanzierung im Plan.

Der Neubau der Christliche Gemeinschaftsschule wächst. Die Christliche Bildungswerk Gera gGmbH investiert im ersten Bauabschnitt neun Millionen Euro. Laut Geschäftsführer Philipp Seidel (Foto) sind Baufortschritt und Finanzierung im Plan.

Foto: Peter Michaelis

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Dass der neun Millionen Euro teure erste Bauabschnitt für Geras Christliche Gemeinschaftsschule im neuen Schuljahr bezogen wird ist „absolut realistisch“. Das sagt Philipp Seidel, Geschäftsführer der Christlichen Bildungswerk Gera GmbH. Die Montage des vierten Geschosses gegenüber des Geraer Hauptbahnhofes hat längst begonnen. Vorige Woche entschied der Vorstand, das Richtfest am 17. Januar zu feiern.

„Im Dezember beenden wir den Rohbau. Wir liegen in der Zeit“, sagt Mirko Ebert, einer der Geschäftsführer der Ebert Bau GmbH aus Berga im benachbarten Landkreis Greiz. Der Schulneubau ist nicht das größte Bauvorhaben des Unternehmens, zähle aber mit einem Bauvolumen von reichlich zwei Millionen Euro zu den größeren, sagt er. „Es ist für uns ein Referenzobjekt“. 15 Mitarbeiter stellen das Betonskelett für die neue Schule.

„Wir wären gern schon weiter“, erzählt Bildungswerk-Geschäftsführer Philipp Seidel. Doch ehe der Rohbau beginnen konnte, bremste ein totes Stromkabel den Baustart, von dem niemand wusste. Für den Fertigstellungstermin sei das nicht kritisch, weil Zeitpuffer eingeplant waren. Um den Innenausbau im Winter starten zu können, soll die Fassade provisorisch mit Planen geschlossen werden.

Die 120 Schüler von der ersten bis zur sechsten Klasse leben mit der Baustelle und beobachten begeistert, was sich neben dem Schulcontainer tut. Dass die Fenster der Klassenräume nicht zum Neubau zeigen, nennt Seidel einen kleinen Glücksfall. Sonst wäre die Aufmerksamkeit für den Unterricht wohl dahin.

Im Neubau entstehen 15 Lerngruppenräume, darunter drei Fachräume für Naturwissenschaften, für Kunst und Werken und für Musik. Lerngruppen meint, dass jeweils Kinder der 1. bis 3. Klasse sowie 4. bis 6. Klasse zu einer Gruppe gehören und von zwei Pädagogen – einem Lehrer und einem Erzieher – betreut werden. „Maximal 24 Kinder bilden eine Lerngruppe“, berichtet Philipp Seidel. Fünf gibt es insgesamt. 150 Kinder ziehen nächstes Jahr ein. Denn dann kommt die 7. Klasse dazu.

„Zum Schulanfang dieses Jahr hatten wir das Fünffache unserer Kapazität an Voranmeldungen“, gibt der 31-Jährige eine Vorstellung von der Nachfrage. „Wir könnten viel mehr tun, aber wir wollen gesund wachsen – personell und wirtschaftlich“, sagt er. So soll der Neubau, der zunächst ein erster Bauteil ist, ausreichen, um Kinder von der ersten bis zur zwölften Klasse einzügig zu unterrichten.

Anders als bei staatlichen Schulbauvorhaben in Gera liege der Neubau der Christlichen Gemeinschaftsschule im Budget. „Das ist nicht von ungefähr“, sagt Seidel. Zum einen sei bei den neun Millionen Euro eine Million Reserve eingerechnet worden. Zum anderen wurden der Rohbau 2018 und die Fassade Anfang 2019 ausgeschrieben. Beim Glashersteller für das 2,30 Meter hohe Lichtband habe man das besondere Schulbauvorhaben beworben und die Firma begeistert. „Der Glashersteller leitet seinen Preisvorteil an den Lieferant und uns weiter“, berichtet er. Auch die tiefgründige Planung mache sich bezahlt. „Ich habe eher Mitleid mit der Stadt, weil wir wissen, wie kräftezehrend der Prozess ist“.

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