Rückschlag für Gera-Westvororte

Sonneberg  Fußball, Thüringenliga: In Sonneberg unterliegt die Baumann-Elf unnötig mit 1:4 und verliert Eichberger mit Gelb-Rot

Westvororte-Trainer Mike Baumann ist unzufrieden mit dem Auftritt seines Team in Sonneberg.

Westvororte-Trainer Mike Baumann ist unzufrieden mit dem Auftritt seines Team in Sonneberg.

Foto: Jens Lohse

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Nach sieben Punkten aus den letzten drei Spielen musste Westvororte im Aufsteiger-Duell der Fußball-Thüringenliga in Sonneberg nun einen herben Rückschlag hinnehmen.

Mit 1:4 (1:2) verloren die Scheubengrobsdorfer in der Spielzeugstadt und wurden dabei deutlich unter Wert geschlagen. Klare Worte fand Gäste-Trainer Mike Baumann nach der Auswärtspleite. „Ich hatte heute zu viele dumme Spieler in unseren Reihen. Wir sind zeitig in Führung gegangen und haben dann den Gegner mit haarsträubenden Fehlern in die Partie zurückgeholt. Überheblichkeit und Naivität haben ihr Übriges getan“, schimpfte der Westvororte-Coach. Die Geraer hatten früh das 1:0 erzielt. Wie schon in Bad Langensalza hatte sich Diallo wieder einmal einen Ball in vorderster Linie im Pressing erobert, war aufs Sonneberger Tor gestürmt und hatte Keeper Gheorghiu keine Abwehrchance gelassen. Doch die Freude bei der Baumann-Elf wehrte nur kurz. Zweimal stimmte die Kommunikation in der Defensive einschließlich des wieder zwischen die Pfosten gerückten Torwarts Sander nicht.

Ausgleich nach Elfmeter

Das 1:1 fiel nach einem von Gottschalk verwandelten Foulelfmeter (13.) Beim 1:2 nur sechs Minuten später war Göhring erfolgreich, der nach Funkes Zuspiel seine Schnelligkeit ausspielte (19.). Hopf und zweimal Schreck hätten das Ergebnis vor der Pause für Sonneberg noch aufbauen können. Nach Wiederbeginn witterte Westvororte seine Chance. Allerdings tat man sich beim Herausarbeiten klarer Möglichkeiten. Die Durchschlagskraft fehlte etwas. Zudem sah Eichberger früh Gelb-Rot. Erst hatte der selbst Gefoulte sich zu einem Schubser gegen seinen Gegenspieler hinreißen lassen und Gelb gesehen. Kurz darauf zeigte ihm Referee Läsker (Pößneck) nach dem nächsten verwarnungswürdigen Vergehen die Ampelkarte (56.).

Konterräume für Sonneberger

Doch auch in Unterzahl gaben die Geraer vor 130 Zuschauern nicht klein bei. Allerdings wurden die Sonneberger Konterräume größer, die langen Bälle auf die drei schnellen Angreifer somit ein noch probateres Mittel. Die Gäste versuchten alles, brachten mit Schneider, Roslyakov und Dudko noch drei frische Offensivkräfte. Fast wäre Richter der Ausgleich gelungen. Nach Klammts Eingabe hakte er am zweiten Pfosten schön ein, schoss dann aber aus Nahdistanz übers Gebälk (81.). Im Gegenzug sorgte Meier mit dem 1:3 für die Entscheidung (83.), während Göhring nach Vorarbeit von Schulz in der Schlussminute noch das 1:4 nachlegte (90.).

„Durch die Niederlage bringen wir uns selbst wieder in Not. Im zwei Wochen wird es daheim gegen Arnstadt nicht einfacher“, haderte Trainer Mike Baumann, der sich in Sonneberg von seiner Mannschaft mehr erhofft hatte.

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