Schüler präsentieren Kunst im Bio-Seehotel in Zeulenroda-Triebes

Bereits zum dritten Mal wurden zahlreiche Gäste Zeugen einer Vernissage der Schüler des Dörffel Gymnasiums Weida. Bis zum 19. April stellen die Abiturienten ihre Arbeiten der Öffentlichkeit vor.

Am Freitagabend wurde die Ausstellung mit den Arbeiten der Teilnehmer aus dem Kunstkurs der 12. Klasse des Weidaer Georg-Samuel-Dörffel-Gymnasiums im Bio-Seehotel vor einer großen Publikumsschar eröffnet.
Foto: Heidi Henze

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Zeulenroda-Triebes. Die Ausstellung, die am Freitagabend von den Schülern der 12. Klasse im Foyer des Bio-Seehotels in Zeulenroda-Triebes mit einer Vernissage eröffnet wurde, könnte mit vielen Titeln überschrieben sein. Zukunftsblick, Neugierde, Freude, Weitblick oder Loslassen wären nur ein paar der Titel, die die Ausstellung durchaus tragen könnte. Am Ende steht die Präsentation unter dem Titel: "Licht-Blick". Ebenso passend wäre aber auch "Gedanken" gewesen. Denn die haben sich die 18 Schülerinnen und Schüler des Weidaer Georg-Samuel-Dörffel-Gymnasiums zu ihren Kunstwerken wahrhaftig gemacht.

Mit einem ansprechenden Programm aus Musik, Rezitationen und Schauspielerei wurde die Ausstellung, die bis zum 19. April zu sehen ist, am Freitagabend von den Schülern eröffnet. Lehrer, Eltern, Vertreter aus Politik und Wirtschaft sowie Schüler der 11. Klassen waren Gäste der Schau. Mindestens 60 Bilder von 19 Mädchen und Jungen werden ab sofort in der dritten Etage des Bio-Seehotels Zeulenroda zu sehen sein.

Gezeigt werden Acrylbilder auf Leinwand, Aquarelle sowie expressive Bilder, informierte Kunstlehrerin Karin Kostial. Vier Stunden in der Woche unterrichtet sie die Jugend­lichen in Kunst, die den erweiterten Kurs am Gymnasium besuchen. Die Bilder der Aus­stellung zentrieren sich um das Verhältnis von Mensch und Natur. "Die individuellen Ideen eines jeden Schülers zeigen sich deutlich in deren künstlerischen Werken", sagt Kostial.

Ihr war ganz wichtig, dass die Schüler nicht nur ein Abbild dessen zeichnen, was sie kennen und sehen, sondern ihr ganz eigenes Sinnbild während des kreativen Schaffens finden, so Karin Kostial. So habe sie stets versucht, lediglich "anzuschupsen und das Kreative herauszukitzeln".

Am Anfang der Arbeiten waren die Spaziergänge in der Natur sowie das Finden von Motiven. Dann kam die Motivauswahl. "Unsere Gedanken waren so vielseitig, dass es eine schwierige Phase war", sagt Carolin"Seiferth, die eine ergreifende, zum Nachdenken anregende Erläuterung zu ihrem Motiv gab. Doch die Botschaft, die die Schülerin in Form einer Frage stellte, war klar: "Wozu sind Kriege da?" Kahle Bäume in einer kargen Landschaft dominieren ihr Motiv.

Laura Oehler hat sich für Bäume entschieden, deren Äste in den Himmel ragen. "Verästelung" nannte sie ihr Werk. "Wir können alle Wege einschlagen, doch sollten wir uns stets an den Ursprung erinnern", so die Gedanken der Schülerin. Anna"Heinig gab ihrem Bild den Namen: "Ausblick": ... es zeigt uns die Weite des Lebens... Bianca Gierths Arbeit steht unter dem Titel: "Aussichtsvoll" und strahlt Harmonie und Ruhe aus. Christian Staude widmete sich der Umwelt: "Neues Naturideal" nennt er seine Zeichnung provozierend, auf dem ein winzig kleiner Käfer zwischen Müllbergen zu überleben versucht. Patricia Jahn hat ihr Bild "Rosa Canina" genannt. Ihre Botschaft: "Kleine Dinge zählen mehr als große".

Klare Worte fanden die Schüler, wenn es darum ging, wohin sie ihr Weg führen soll. Ihre Seelenbotschaft, dass sie bereit wären, über Brücken zu gehen, Höhen und Tiefen zu erleben. "Mehr geht nicht", sagt Kostial und ist stolz auf ihre Schüler.

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