Seecontainer geht mit über 80 Fahrrädern für Kuba auf Tour

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Die gespendeten Fahrräder, aufgereiht am Garagenkomplex in der Zopfstraße

Die gespendeten Fahrräder, aufgereiht am Garagenkomplex in der Zopfstraße

Foto: Sirko Matz

Gera.  Die Hilfsaktion der Geraer „Cuba Sí“-Gruppe wird von der kubanischen Botschaft gewürdigt.

Einen Zwischenstopp auf seiner Fahrt nach Hamburg und der späteren Seereise zum Hafen von Havanna legte am Montag ein großer Seecontainer in Gera-Lusan ein. Am Garagenkomplex Zopfstraße verluden Mitglieder der Gruppe „Cuba Sí Gera“ 84 gespendete Fahrräder aus Gera. Dazu kamen noch 20 aus Berlin und 30 aus Chemnitz.

In drei Stunden musste der Container fachgerecht und Platz sparend bis in den letzten Winkel mit den gespendeten Zweirädern und Ersatzteilen beladen werden. Theresia und Helmut Friedrich hatten zur Lagerung ihre Garage, andere Mitglieder ihre Keller zur Verfügung gestellt. Die Corona-Pandemie hat Kuba einen massiven Tourismuseinbruch beschert, während sich gleichzeitig das Wirtschafts- und Handelsembargo durch die USA verschärfte. Die kubanische Wirtschaft treffe das hart. Die 2018 bundesweit gestartete Aktion „Fahrräder für Kuba“ soll ein mit Hilfe internationaler Unterstützung laufendes Milchprojekt dortiger Bauern unterstützen. Auf dem unwegsamen Gelände kommen auf den „Fahrrädern der Solidarität“ Melker schneller und bequemer auf Arbeit und Kinder in die Schule.

Die Fahrradaktion wird auch vom Geraer Radfahrerclub „Solidarität 1895“ mitgetragen. Bereits Ende Februar gingen 24 Räder auf die Reise nach Kuba. Dietmar Rausch, Cuba si-Mitglied, reparierte und putzte gemeinsam mit anderen Mitgliedern die Fahrräder und machte sie versandfertig, indem Lenker, Pedale und Sättel auf geringste Abmessung verstellt wurden. „Ein älterer Herr kam vorbei, fragte, was wir hier machen und versprach wieder zu kommen. Kurz darauf kehrte er mit zwei fast neuen Fahrrädern zurück“, erzählt Rausch.

Ivet Lopez, Botschaftsrätin und stellvertretende Botschafterin Kubas in Deutschland, war bei der Verladeaktion in Lusan dabei und bedankte sich im Namen ihres Landes bei der Geraer Gruppe, ihren Unterstützern und allen in Deutschland, die Kuba unterstützen.