Seniorenbeirat bietet Geraer Pflegeheimbetreiber Hilfe an

Gera.  Der Vorstand dankt den Mitarbeitern in den städtischen Heimen für ihren uneigennützigen Einsatz und sucht Freiwillige.

Das Seniorenpflegeheim "Franz Lenzner" in Gera-Lusan ist eine Einrichtung der Geraer Heimbetriebsgesellschaft.

Das Seniorenpflegeheim "Franz Lenzner" in Gera-Lusan ist eine Einrichtung der Geraer Heimbetriebsgesellschaft.

Foto: Peter Michaelis

Der Geraer Seniorenbeirat hat sich ein Bild von der Situation der Bewohner in städtischen Pflegeheimen gemacht und Unterstützung angeboten. Darüber berichtet er in einer Pressemitteilung von dieser Woche.

Auf Initiative des Seniorenbeirates habe am 15. Juli ein „sehr offenes und konstruktives Gespräch“ mit den Leiterinnen und dem Leiter der Einrichtungen der städtischen Heimbetriebsgesellschaft (HBG) und Geschäftsführer Andreas Götz stattgefunden.

Ein wichtiges Anliegen habe darin bestanden, dass der Vorstand des Seniorenbeirats, Waltraut Münzberg und Günter Domkowsky, und die Vorsitzende des Landesseniorenrates, Hannelore Hauschild, einen Eindruck von der gegenwärtigen Lage und den Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie erhalten konnten.

Persönliches Anspruchsdenken hat sich verstärkt

Der Vorstand des Seniorenbeirats würdige besonders den Einsatz der Beschäftigten in den Einrichtungen in dieser außerordentlich schwierigen Situation. „Wir ziehen den Hut davor, mit welcher Einsatzbereitschaft, Engagement und Umsicht die angewiesenen Maßnahmen umgesetzt wurden und weiterhin werden“, schreibt der stellvertretende Seniorenbeauftragte der Stadt Gera, Günter Domkowsky. Nach wie vor sei es nicht einfach, den Spagat zwischen Schutzmaßnahmen einerseits und den Folgen der Ausgrenzung der Heimbewohner mit Isolation, Kontaktsperre, eingeschränkter Kommunikation in den Pflegeeinrichtungen sowie dem Schutz der Beschäftigten und der Gemeinschaft hin zu bekommen. „Wir mussten zur Kenntnis nehmen, dass einige Angehörige von Heimbewohnern die Beschäftigten persönlich für diese Situation verantwortlich gemacht haben“, heißt es und weiter: Es habe sich der Eindruck verstärkt, dass Egoismus und persönliches Anspruchsdenken sich auch in der Phase der Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie insbesondere mit unverantwortlichen Beschimpfungen verstärkt haben.

Dank an die Beschäftigten in den Pflegeheimen

„Wir möchten uns bei den Beschäftigten für ihren uneigennützigen Einsatz in dieser Situation und den Seniorinnen und Senioren für ihr Verständnis in dieser sehr schwierigen Zeit bedanken“, erklärt Domkowsky.

Der Seniorenbeirat werde sich dafür einsetzen, partnerschaftliche Kontakte zwischen Kindergärten oder Grundschulen und den Einrichtungen zu verstärken. Außerdem wolle man sich dafür engagieren, dass in den Einrichtungen regelmäßig kulturelle Angebote, wie musikalische Konzerte unter dem Motto: „Da ist Musik drin!“ stattfinden.

Zunächst hoffe der Vorstand auf Ehrenamtliche, die auch das Pflegepersonal entlasten, indem sie im Eingangsbereich Formalitäten wie Namenslisten abwickeln helfen. Außerdem könne „das wenige Personal, das gerade in diesen besonderen Zeiten organisatorisch noch mehr gebunden ist“ unterstützt werden, indem freiwillige mit Senioren spazieren gehen, Kaffee trinken, sich mit ihnen unterhalten und oder an Gesellschaftsspielen teilnehmen.

Interessierte melden sich bitte telefonisch oder persönlich in der Ehrenamtszentrale am Kornmarkt 7 unter Telefon 0365/8 38 30 24 oder 0365/8 38 30 27.

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