Strecke Gera - Jena muss schneller werden

Gera.  Geraer Ortsgruppe des Verkehrsclubs Deutschland fordert Machbarkeitsstudie zur Regio-S-Bahn.

Gilbert Weise, Vorsitzender der Ortsgruppe Gera im Verkehrsclub Deutschland.

Gilbert Weise, Vorsitzender der Ortsgruppe Gera im Verkehrsclub Deutschland.

Foto: Peter Michaelis

Die Ortsgruppe Gera des Verkehrsclubs Deutschland begrüßt den Vorstoß der Grünen zur Regio-S-Bahn auf der Mitte-Deutschland-Schiene.

Gleichzeitig fordert sie eine Machbarkeitsstudie und bietet dafür Unterstützung an.

„Das schon heute im Thüringer Nahverkehrsplan als langfristiges Ziel verankerte Grundkonzept einer Regio-S-Bahn birgt große Vorteile: Das Pendlerpotenzial zwischen Orten entlang der Thüringer Städtekette ist vorhanden – mit diesem Viertelstundentakt könnte es gehoben werden.

Eine Verkehrsverlagerung auf die Schiene unterstützen wir grundsätzlich“, sagt Gilbert Weise, der Geraer Ortsgruppenvorsitzende. Allerdings wäre aus seiner Sicht ein Mix aus schnellem und langsamem Verkehr besser.

Noch sei ein Viertelstundentakt zwischen Jena und Gera bei der Eingleisigkeit über rund elf Kilometer der Strecke nicht umsetzbar. Zudem müssten die Intercitys des Fernverkehrs berücksichtigt werden. Deshalb wären Zweigleisigkeit und gleichzeitige Elektrifizierung nötig.

Zum anderen seien Expresszüge mit Neigetechnik auf den schnellsten Abschnitten bis zu 160 km/h, aber Bahnen ohne diese Technik 20-30 Prozent langsamer unterwegs. Da die Regio-S-Bahnen jeden Halt bedienen, verlängere sich die Fahrzeit gegenüber den Regional-Express-Zügen um etwa ein Drittel. Der Fokus müsse auf der Beschleunigung der Strecke liegen.