Streetwork Gera: Geld reicht nicht für neues Beratungsmobil

Angelika Munteanu
| Lesedauer: 2 Minuten
Im entstehenden neuen Beratungsmobil für den Verein Streetwork Gera e.V. : Der Vereinsvorsitzende Andreas Heimerdinger (links) und Bernd Herrmann von Nutzfahrzeuge Herrmann Gera, wo das Fahrzeug um- und ausgebaut wird.

Im entstehenden neuen Beratungsmobil für den Verein Streetwork Gera e.V. : Der Vereinsvorsitzende Andreas Heimerdinger (links) und Bernd Herrmann von Nutzfahrzeuge Herrmann Gera, wo das Fahrzeug um- und ausgebaut wird.

Foto: Angelika Munteanu

Gera.  Streetwork-Verein Gera hofft auf zusätzliche Spenden.

Im Frühsommer vorigen Jahres war das bisherige Beratungsmobil des Vereins Streetwork Gera bei einem Verkehrsunfall zusammengefahren worden. Lange hatte der Verein, der Kinder und Jugendliche in schwierigen Situationen betreut, nach einem Nachfolge-Fahrzeug gesucht. Jetzt ist es fast fertig umgebaut. Das Problem: „Das vor einem Jahr dafür geplante Geld reicht nicht, um jetzt die kompletten Kosten zu decken, nachdem in der Inflation alles viel teuerer geworden ist“, sagt der Vorsitzende des Vereins Andreas Heimerdinger. Zur Finanzierung stehen bisher Spenden und Fördermittel von der Geraer Von-Wiese-Stiftung bereit, die jedoch nach der Kostenexplosion auch bei Ersatzteilen und Dienstelsitungen bei weitem nicht reichen. Heimerdinger hofft deshalb auf weitere Spenden von Geraer Unternehmen und von Bürgern, damit das Beratungsmobil, das noch im Dezember fertig umgebaut und übergeben werden soll, auch bezahlt werden kann.

Ehemaliges Feuerwehrauto wird zum Beratungsmobil

Bei der Ausstattung komme das Unternehmen, das das Fahrzeug gerade herrichtet, dem Verein entgegen, sagt Heimerdinger. Nach der langen Suche nach einem Nachfolger für das Unfallfahrzeug sei es vor knapp einem Jahr ein Glücksfall gewesen, ein geeignetes Auto beim Geraer Unternehmen Nutzfahrzeuge Herrmann zu finden. Ein Wohnmobil, wie es zur Vereinsarbeit in der Vergangenheit auf Geras Straßen zur Beratung junger Leute ohne Dach über dem Kopf oder mit Alkohol- und Drogenproblemen unterwegs war, könne sich der Verein nicht leisten, erklärt der Vereinschef.

Das neue Beratungsauto sei ein ehemaliger Einsatzleitwagen der Werksfeuerwehr der Wismut GmbH, erläutert der Bau- und Nutzfahrzeuge-Händler Bernd Herrmann, der sich auch anderweitig sozial engagiert für die Kinderheime in Gera und Weida, in der Bulgarien-Hilfe und als Hauptsponsor für den Geraer Radsportverein. Das einstige Feuerwehrauto in Transportergröße wurde neu lackiert, mit neuem Tisch und neuen Stühlen ausgestattet. Einen neuen Teppichboden und neue Innenverkleidung und einen zweiten Satz Räder soll es zudem erhalten.

Auf dem nun weißen Auto werde auch noch ein Schriftzug mit dem Logo des Streetwork-Vereins aufgebracht, kündigt Vereinschef Heimerdinger an. Noch im Dezember soll das neue Beratungsmobil in den Einsatz gehen, auch um jungen Leuten ohne Dach über dem Kopf im Winter schnell Hilfe anbieten zu können. Das setzt voraus, dass das notwendige Geld zum Kauf schnell beisammen ist.

Wer die Anschaffung des neuen Beratungsmobils unterstützen möchte, kann sich direkt an den Verein wenden unter Telefon (0365)7101080 oder an info@streetwork-gera.de per Mail. Spendenquittungen werden auf Wunsch ausgestellt.