Studentenwohnungen im Geraer Steinweg

Gera.  Berliner Investor saniert die Häuser 11 und 9 und ist optimistisch, dass ab Januar Einzug sein kann.

Ein Berliner Investor hat mit der Sanierung des Hauses Steinweg 11 (Bildmitte) begonnen.

Ein Berliner Investor hat mit der Sanierung des Hauses Steinweg 11 (Bildmitte) begonnen.

Foto: Peter Michaelis

Direkt nach der Höhlermeile wurden Baugerüste in den Steinweg gestellt. Seit Anfang Oktober lässt ein Berliner Eigentümer dort zwei Gebäude sanieren.

Der Regen hat die Arbeiten der Dachdecker vorerst gestoppt. Bis Mitte nächster Woche soll das abgeräumte Oberdach des Hauses Steinweg 11 eine neue Deckung aus Bitumenschindeln bekommen. „Das Mansarddach behält den Schiefer“, sagt Mario Wagner von der Weidaer Firma Gebrüder Wagner Bedachung GbR. „Über den Gerüstbauer ist der Eigentümer aus Berlin auf mich aufmerksam geworden“, erzählt der Weidaer.

Hauseigentümer Jörg Berger würde gern in der Nr. 11 im Erdgeschoss ein Café in der Art einer italienischen Espressobar sehen, das sich abends zur Long-Drink-Bar verwandelt. Derzeit sei er auf der Suche nach einem Gastronomen. In den Geschossen darüber plant er ab Januar 2021 „kleine, aber günstige“ Studentenwohnungen und eventuell auch Platz für Wohngemeinschaften. Dass er auf die Studenten spekuliert, dafür war wohl die Nachricht aus dem vorigen Herbst ausschlaggebend als davon die Rede war, dass die Duale Hochschule einen Außenstandort im alten Horten-Kaufhaus bekommen könnte.

Nachdem an der Fassade zur Straßenbahntrasse frischer Putz, kaum dass er abgebunden hatte, mit Graffitis versehen worden war, verwehrt seit dieser Woche ein Zaun den Zutritt zur Fassade.

Noch in Abstimmung mit dem Denkmalschutz

Was aus dem Haus Steinweg 9 werden kann, dazu sei er noch mit der Denkmalschutzbehörde in der Abstimmung, erklärt der Besitzer auf Anfrage unserer Redaktion. Geht seine Idee auf, könnten in dem Gebäude zwei größere Wohnungen entstehen. Klar ist jetzt schon, dass ein Balkonanbau dort nicht genehmigt wird.

Die Idee, den Steinweg zu beleben, ist alt. Das Geraer Wohnungsunternehmen GWB Elstertal regte 2005 einen städtebaulichen Ideenwettbewerb „Genial zentral“ an und trennte die Gebäude auf der Ostseite bautechnisch voneinander, bevor sie verkauft wurden. Auf der Westseite ist die Hausbrauerei Zapfhahn seit Juli ein neuer Lichtblick. Jetzt geht es weiter.