Tag der offenen Tür an der vierten Regelschule in Gera-Lusan

Gera  Mädchen und Jungen schwärmen von ihren Lehrern

Antonia, Tim, Laura und Lisa waren gestern mit ihren Eltern zum Tag der offenen Tür in die „Vierte“ gekommen.

Antonia, Tim, Laura und Lisa waren gestern mit ihren Eltern zum Tag der offenen Tür in die „Vierte“ gekommen.

Foto: Peter Michaelis

Konzentriert blickt Tim Sievert auf den Computer-Bildschirm. Der Zehnjährige geht noch in die Busch-Grundschule. Weil ein Wechsel ansteht, ist er mit seiner Mama gekommen. Beide wollen sich umschauen. Den Tag der offenen Tür gestern in der 4. Regelschule nutzen Mutter und Sohn intensiv, besuchen alle Stationen, „Es kommt nicht aufs Aussehen des Gebäudes an, sondern wie die Kinder aufgenommen werden“, behauptet Sabine Sievert mit Blick auf abblätternde Wandfarbe und undichte Fenster. Arg in die Jahre gekommen ist vieles. Aber: „Das Lernen mit den Lehrern hat Spaß gemacht. Es gab Vertrautheit“, sagt Julian Dümont. Der 20-Jährige ist ein Ehemaliger, lernt Altenpfleger in Gera und besucht an diesem Tag seine alte Schule, zum vierten Mal inzwischen. Seine Freunde pflichten ihm bei. Steven Wagner, der die Besucher durch die Etagen führt, schwärmt ebenfalls. „Die Schule ist genial, man kann mit den Lehrern, die nett sind, reden, wenn es Probleme gibt.“ Der Zehntklässler will nach dem Abschluss noch sein Fachabitur an de Staatlichen Berufsbildende Schule Gesundheit, Soziales und Sozialpädagogik Gera machen.

Im Chemieraum führt Paula Flammenfärbungen vor. Sie taucht ein Holzstäbchen in Kupfersulfat, hält es über einen Bunsenbrenner und die Flamme wird grün. Mädchen aus der neunten Klasse laden zum Basteln von Armbändern aus Wolle und Flechtschnüren ein. In einem anderen Raum kann gewerkelt werden. Es gibt eine Theateraufführung. Elternvertreter kümmern sich ums Café. Der junge Förderverein „Die Vierte“ ist mit von der Partie. Gewusel überall und mittendrin der Oberbürgermeister. Er versicherte, dass im nächsten Haushaltplan diese Schulsanierung Vorrang habe. „40 Jahre ist das Gebäude alt“, sagt Schulleiterin Britta Stiller. Es müsse sich endlich was tun für die 268 Mädchen und Jungen, die von der fünften bis zehnten Klasse hier lernen. Stiller kann auf ein gutes Kollegium bauen, das mit Leidenschaft und Herz dabei ist. Und das spüren die Schüler.

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