Thüringen braucht das alte Wismut-Krankenhaus in Gera nicht

Gera.  Lange gab es keine Bewegung zum beabsichtigten Verkauf der alten Klinik. Jetzt gibt es kleine Neuigkeiten.

Blick durch ein Fenster auf das Hauptgebäude des ehemaligen Bergarbeiterkrankenhauses Gera.

Blick durch ein Fenster auf das Hauptgebäude des ehemaligen Bergarbeiterkrankenhauses Gera.

Foto: Sylvia Eigenrauch

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Seit zwei Jahren steht es ungenutzt. Bauzäune grenzen es vom benachbarten Gelände des SRH Wald-Klinikums in Gera ab. Das Land will sich noch immer vom ehemaligen Bergarbeiterkrankenhaus trennen.

Im Oktober 2015 pachtete der Freistaat Thüringen das alte Krankenhaus im Wald von Gera-Ernsee, um hier Flüchtlinge aufzunehmen. Es wurde eine Landeserstaufnahmestelle. Das Objekt war für 2000 Menschen ausgelegt. Im Frühjahr 2016 verkaufte die Stadt Gera die Immobilie für fünf Millionen Euro an das Land. Vier Schulen sollten vom Erlös Mittel für die Sanierung erhalten.

Wismut-Klinikum soll verkauft werden

Ende 2017 gab der Freistaat die Geraer Landeserstaufnahmestelle auf. Im November 2018 hieß es aus dem Finanzministerium, dass sich ein Kaufinteressent gemeldet habe. Doch verkauft wurde bislang nicht. Zwischenzeitlich hatte die Stadt Gera erklärt, dass sie von dem Rückerwerbsrecht keinen Gebrauch machen werde. Das hatte sie sich beim Abschluss des Kaufvertrages vorbehalten.

Nachdem bei einer Abfrage unter den Ministerien „ein weiterer Landesbedarf nicht festgesellt wurde“, sei inzwischen ein Wertgutachten beim Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr beauftragt worden. Das erklärt Uwe Büchner, Sprecher des Finanzministeriums, auf Anfrage unserer Redaktion. Wann das Ergebnis vorliegen soll, sei ihm derzeit nicht bekannt.

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