Drei Fragen An

Tierschutzverein Gera und Umgebung belegt 15. Rang

Gera.  Tierschutzverein Gera und Umgebung belegt 15. Rang bei der Online-Abstimmung über den Publikumspreis des Deutschen Engagementpreises 2020.

Andrea Niendorf , Vorstandsvorsitzende des Tierschutzvereins Gera und Umgebung.

Andrea Niendorf , Vorstandsvorsitzende des Tierschutzvereins Gera und Umgebung.

Foto: Harald Friese

Die Online-Abstimmung über den Publikumspreis des Deutschen Engagementpreises 2020 ist beendet. Zu den 50 Projekten, dessen Mitstreiter zu einem Weiterbildungsseminar im Frühjahr 2021 eingeladen werden, gehört der Tierschutzverein Gera und Umgebung. Er belegte mit Andrea Niendorf als Vorstandsvorsitzende Rang 15. Im Dezember wird der Preis verliehen.

Waren Sie überrascht von der guten Platzierung?

Nein. Zeitweise lagen wir sogar auf dem achten Rang. Nun sind wir auf dem 15. Platz mit 1641 Stimmen. Zum Schluss haben alle Nominierten noch einmal ordentlich Gas geben. Die Vernetzung der Erstplatzierten und Jüngeren ist doch etwas höher, obwohl wir auf allen sozialen Kanälen ordentlich Werbung gemacht haben. Wir waren wirklich erstaunt über die riesengroße Resonanz, die wir erfahren haben.
Bei den 300 Nominierten waren wir die Einzigen mit einem Tierschutzanliegen. Das ist doch ein toller Erfolg. Wir sind mit den Projekten Katzenschutz, Rehkitzretter und der artgerechte Nutztierhaltung ins Rennen gestartet. 10.000 Euro zu gewinnen, wäre toll gewesen.

Mit dem Geld wollten Sie unter anderem eine Drohne mit Wärmebildkamera zur Rehkitzrettung anschaffen. Und nun?

Die haben wir jetzt auch ohne Preisgeld kaufen können. Aufgrund unserer Nominierung kam ganz viel Geld viel zusammen. Danke an alle, die uns mit kleinen oder großen Beiträgen unterstützen. Unser Verein lebt ausschließlich nur von Spenden und wird von keiner Institution finanziert. Deshalb sind wir auf jede Hilfe angewiesen.

Welche Neuigkeiten gibt es vom Verein?

Ende des Jahres geht von uns eine Plattform online. Sie heißt mitge-
fuehlessen. Unsere Tierfreunde haben bis zu 20 regionale Landwirte aus der Region besucht, die sich der artgerechten Nutztierhaltung verschrieben haben. Wer diese von Geburt bis zur Schlachtung lebt, wird auf dieser Plattform mit seinem Vermarktungskonzept vorgestellt. Es fragte Ilona Berger