TSV Gera Westvororte gibt rote Laterne ab

Gera  Fußball, Thüringenliga: Die Baumann-Elf bezwingt Schott Jena mit großem Siegeswillen nach Rückstand noch mit 2:1.

Westvororte-Angreifer Amadou Mouctar Diallo (links) behauptet den Ball gegen Schott-Kicker Loic Nawrot.

Westvororte-Angreifer Amadou Mouctar Diallo (links) behauptet den Ball gegen Schott-Kicker Loic Nawrot.

Foto: Jens Lohse

Westvororte-Trainer Mike Baumann reckte nach den Abpfiff beide Arme in die Höhe. Noch überschwänglicher jubelten die Kicker des Aufsteiger über ihren ersten Saisonsieg in der Thüringenliga. Mit 2:1 bezwangen die Scheubengrobsdorfer vor 66 Zuschauern in der Saarbach-Arena den SV Schott Jena. „Trotz akuter Personalnot haben wir alles rausgehauen. Von der Erwärmung an waren wir hoch konzentriert und haben uns auch vom zwischenzeitlichen Rückstand nicht beeindrucken lassen. Wir haben eine tolle Moral gezeigt. Allerdings kann der erste Dreier für uns nur der Anfang sein“, äußerte sich Mike Baumann zufrieden.

Ziemlich sauer auf sein Team war hingegen Schott-Coach Falk Werner. „Das war gar nichts. Unsere Vorstellung war nicht landesligatauglich. Wir konnten zu keiner Zeit an den Erfolg gegen Ehrenhain anknüpfen. Westvororte hatte zwar nicht mehr Qualität, aber auf jeden Fall den größeren Siegeswillen.“

In der Anfangsphase scheuten beide Mannschaften das letzte Risiko. Westvororte hatte mit Bierbaum, Schneider, Kokott, Kölling, Richter und Dudko zahlreicher Spieler zu ersetzen und schickte ein extrem junges Team auf den Platz. Die ersten Chancen ergaben sich für die Jenaer. Mohammadis verdeckter 20 m-Schuss strich knapp am rechten Pfosten vorbei (18.). Kurz darauf aber doch das 0:1.

Nach Klammts Patzer zog Stauch aus zentraler Position unvermittelt ab, so dass der Ball über SG-Keeper Sander unter der Latte einschlug (19.). Die Gäste waren in der Folge dem zweiten Treffer näher. Als das Leder nach einer Ecke parallel zur Torlinie durch den Torraum flog, brannte es vor dem Kasten lichterloh (26.). Aus dem Nichts kam Westvororte zum Ausgleich. A-Junior Schäfer bediente aus der Mittelfeld-Zentrale den 19-jährigen Angreifer Diallo, der sich im Laufduell gegen Grützner durchsetzte und mit Hilfe des Innenpfostens zum 1:1 erfolgreich war (33.).

Nach Wiederbeginn trauten sich die Hausherren mehr zu. Nach Rehnelts Vorarbeit schlug Diallo über den Ball (48.). Dann fand eine Sanneh-Eingabe keinen Abnehmer (52.). Besser machte es wenig später Schäfer. Diallo tankte sich bis zur Grundlinie durch und passte in den Rückraum. Schäfer traf den Ball nicht sauber, weshalb er mehrfach aufsetzte und Schott-Keeper Skatulla auf dem falschen Bein erwischte – 2:1 (55.). Schott riskierte mit zunehmender Spielzeit mehr. Ein wirkliches Aufbäumen war aber nicht auszumachen. Westvororte wollte den Dreier unbedingt. Vorn gewann der viel einsteckende Rehnelt fast jedes Kopfballduell. Glück hatte Westvororte, dass der Elfmeterpfiff ausblieb, als Eichberger der Ball im Strafraum an die Hand sprang (76.). Kurz darauf verzog Arnold mit der Pieke (77.).

Auch der Gast blieb gefährlich. Eichberger kam bei einer Ecke mit dem Kopf nicht richtig zum Ball (82.). Sannehs folgende Eingabe war zu unkoordiniert. Auch die fast fünfminütige Nachspielzeit überstanden die Geraer unbeschadet, die die rote Laterne damit an Weida weitergaben. Zugleich machte das Team Vereinspräsident Michael Pannach ein schönes Geschenk zum 66. Geburtstag.

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