Weidaer Standesamt nun für über 19.000 Einwohner zuständig

Weida  Berga gehört seit Jahresbeginn dazu. Schon ohne die Elsterstadt gab es 2020 rund ein Drittel mehr Hochzeiten als in den Vorjahren.

Der Turm des Weidaer Rathauses (Archivfoto)

Der Turm des Weidaer Rathauses (Archivfoto)

Foto: Peter Michaelis

Weida. Seit Beginn des Jahres ist das Weidaer Standesamt nun auch für die Stadt Berga zuständig. Wie Weidas Hauptamtsleiterin Bettina Gunkel informiert, sei der Datenbestand bereits übernommen worden. „Die Personenstandsbücher, auch ganz alte ab 1876, werden in den nächsten Tagen in den neu geschaffenen Tresorraum nach Weida gebracht.“ Mit Berga, aber unter anderem auch Wünschendorf und Hohenleuben zähle der Standesamtsbezirk nun mehr als 19.000 Einwohner. Zum Vergleich: Weida samt Ortsteilen zählte Ende 2019 gut 8300 Einwohner.

Das Standesamt Weida führte 2020 insgesamt 106 Eheschließungen durch, das sei fast ein Drittel mehr als in den Jahren zuvor. „Fast die Hälfte aller Paare kommen von außerhalb – das spricht für sich“, so Bettina Gunkel. 35 der Eheschließungen fanden übrigens auf der Osterburg statt, ebenfalls eine Steigerung.

Aber auch das gehört dazu: 131 Sterbefälle wurden 2020 im Standesamtsbezirk Weida beurkundet. „Weil es kein Krankenhaus mehr gibt, gibt es kaum noch Geburten in Weida, im letzten Jahr gab es keine einzige solche Beurkundung“, wird mitgeteilt.

Vaterschaftsanerkennungen, Namensänderungen und Kirchenaustritte, zahlreiche Urkundenausstellungen, Beglaubigungen und Archivauskünfte sind neben der Beurkundung von Geburten, Eheschließungen und Sterbefällen tägliche Arbeit für die beiden Standesbeamtinnen Melanie Kästner und Yvonne Lochner. Mit ihnen sei das Weidaer Standesamt gut aufgestellt, auch für die zusätzlichen Aufgaben aus Berga. Dort gab es 2020 unter anderem vier Eheschließungen, eine Geburt und 17 Sterbefälle, informiert das Weidaer Rathaus.