Topfgeflüster

Wilde Vitamin-C-Bombe

René Müller, der Koch aus Steinbrücken, hat Burzelkraut in seinem Garten geerntet.

René Müller, Koch aus Steinbrücken

René Müller, Koch aus Steinbrücken

Foto: Peter Michaelis

Bei meiner „Gartenpflege“, bei der es mir ehrlich gesagt eher um das Zurechtstutzen des gewollten Wildwuchses geht, als um alles andere, ist mir das stark sprießende Burzelkraut förmlich auf den Abendbrotteller gesprungen. Das meist als Unkraut abgewertete Kraut, das auch als Portulak bekannt ist, hat auf unseren Wiesen, Feldern und selbst der gepflegtesten Blumenrabatte, als aufdringlicher Wildwuchs von Mai bis September Hochsaison. Die Pflanze besteht aus langen, saftigen Blättern und fleischigen Stängeln. So lässt sie sich hervorragend als Gemüse oder Gewürz verwenden und sorgt für eine gesunde Abwechslung auf unserem Teller.

Die Stängel lassen sich hervorragend zu einer saftig grünen Vitamin-C-Bombe als Smoothie oder Pesto verarbeiten. Die Blätter eigenen sich durch ihre robuste Struktur hervorragend als Salat- oder Spinat-Ersatz. Bei der Verwendung als Salat sollten Sie allerdings auf die Zugabe einer Säure verzichten, setzen Sie lieber auf geröstete Walnüsse und ein hochwertiges Öl. Natürlich steht auch der Verwendung als Dip in Verbindung mit Frischkäse nichts im Wege. Im Gegenteil, sorgt doch das säuerlich, leicht nussige Aroma des Burzelkrautes für einen wahren Freudentanz auf den Geschmacksknospen.

Aber auch als Gemüse, kurz mit etwas Knoblauch angebraten und Salz, Pfeffer und Muskat abgeschmeckt, sorgt das Kraut für eine absolute Symbiose zu Fleisch, Fisch oder Pasta. Bei mir gibt es den geduldeten Wildwuchs jedenfalls heute Abend, klein gehackt zu Quark und Pellkartoffeln.

Ausführliche Rezepte zu diesem Thema können per Mail erfragt werden. Ich wünsche Ihnen ein sonniges Wochenende und viel Spaß beim Nachahmen.

topfgefluester@gmail.com

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